18 März 2011

Bundesregierung benennt Energiegehalt und Mehrverbrauch des E10-Kraftstoffs

e85.biz - Die Bundesregierung hat sich gestern zum Energiegehalt des neuen Super E10-Kraftstoffs geäußert. Er liegt 1,5 Prozent niedriger als der des bisherigen Superkraftstoffs E5. Daraus ergibt sich ein Mehrverbrauch von 1,5 Prozent im E10-Betrieb.

Ein Fahrzeug, dass mit Super E5 10,00 Liter Kraftstoff auf 100 km verbrauchte, benötigt mit E10 auf der selben Strecke also 10,15 Liter Kraftstoff.

Quelle: FOCUS online, 17.03.2011

Weitere Informationen über das neue E10 Superbenzin finden Sie auf www.e85.biz.

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28 Oktober 2010

E10 nimmt die nächste Hürde

Am gestrigen Mittwoch hat das Bundeskabinett die Einführung einer zehnprozentigen Ethanolbeimischung zum herkömmlichen Ottokratstoff beschlossen. Das so genannte E10 soll ab Januar 2011 erhältlich sein, gut 90% der in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen mit Benzinmotoren können den E10-Kraftstoff tanken.

"Wir wollen mit der Erhöhung des aus Pflanzen gewonnenen Biosprits den CO2-Ausstoß der Autoabgase senken und damit auch die knapper werdenden Erdölreserven schonen", erklärte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber SPIEGEL ONLINE.

Nun bedarf es noch der Zustimmung des Bundesrats. Diese soll Mitte Dezember erteilt werden.

Weitere Informationen: spiegel.de, 28.10.2010

Nähere Informationen über E10 und weitere Ethanolkraftstoffe finden Sie auf e85.biz.

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26 Oktober 2010

Röttgen und Meyer: Mehr Bio im Benzin

Berlin, 24.10.2010

Ab Januar neue Benzinsorte an Tankstellen / Bioanteil bei Benzin wird auf 10 Prozent erhöht / Kabinett verabschiedet neue Verordnung am kommenden Mittwoch


Ab Januar 2011 wird an deutschen Tankstellen zusätzlich zu den bisherigen Kraftstoffsorten Benzin mit bis zu 10 Prozent Bioethanolanteil angeboten. Das Bundeskabinett beschließt am kommenden Mittwoch, den 27. Oktober 2010, eine entsprechende Verordnung und setzt damit die europäische Richtlinie über die Kraftstoffqualität um. Dazu erklären Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und der Präsident des ADAC, Peter Meyer: "Ein wirksamer Klimaschutz ist nur möglich, wenn alle Bereiche des täglichen Lebens einen Beitrag liefern. Dies gilt auch für Kraftstoffe. Die EU hat deshalb beschlossen, den Anteil an Biokraftstoffen im Verkehrsbereich zu erhöhen. Das soll jetzt in Deutschland umgesetzt werden. Wir wollen mit der Erhöhung des aus Pflanzen gewonnenen Biosprits den CO2-Ausstoß der Autoabgase senken und damit auch die knapper werdenden Erdölreserven schonen".

Röttgen und Meyer verweisen darauf, dass im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen die heute verwendeten Biokraftstoffe weniger Treibhausgase verursachen. Durch die Verwendung von Biokraftstoffen sinke die Abhängigkeit vom immer knapper werdenden Erdöl. Erdöl müsse importiert werden, ein Großteil der benötigten Rohstoffe für Bioethanol dagegen wachse in Deutschland oder Europa. Biokraftstoff werde aus Pflanzen gewonnen, die aus nachhaltigem Anbau stammen; auch dazu gebe es gesetzliche Vorgaben. Nachhaltig bedeutet, dass der Anbau der Rohstoffe nicht auf Kosten von Mensch und Natur erfolgen darf, beispielsweise nicht auf schützenswerten Flächen oder auf Gebieten mit hoher biologischer Vielfalt.

Nachdem letztes Jahr die Beimischung von Biodiesel zum Dieselkraftstoff erhöht wurde, soll nun der Bioanteil beim Benzin, wie von der europäischen Richtlinie über die Kraftstoffqualität gefordert, erhöht werden. Ab Anfang 2011 wird dazu in Deutschland an den Tankstellen zusätzlich zu den bisherigen Benzinsorten Benzin mit bis zu 10% Bioethanol angeboten. Diese neuen Kraftstoffe werden mit E10 bezeichnet. "E" steht für Ethanol, die Zahl "10" für 10 %. Bisher betrug der Ethanolanteil im Benzin bis zu 5 %. Die Einführung von E10 wird durch eine Verordnung geregelt, die am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden soll; danach werden die Bundesländer über den Bundesrat beteiligt. Das ganze Verfahren wird voraussichtlich bis Mitte Dezember abgeschlossen sein.

Das neue Benzin wird an den Zapfsäulen deutlich gekennzeichnet, und zwar durch den Namen der Benzinsorte mit dem Namenszusatz "E10"– also beispielsweise "Super E10".

Etwa 90 Prozent aller benzinbetriebenen Pkw können E10 ohne Einschränkungen tanken. Neufahrzeuge sind in der Regel E10-tauglich. Fahrerinnen und Fahrer benzinbetriebener Fahrzeuge sollten sich vor dem ersten Betanken mit E10 vergewissern, dass Ihr Fahrzeug E10 verträgt. Ob ein Fahrzeug E10 verträgt, erfährt man von seinem Fahrzeughersteller. Eine Liste E10-verträglicher Fahrzeuge ist ab Mitte November auf der Internetseite der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de/e10 zu finden. Auch bei seinem Fahrzeughändler und bei seiner Kfz-Werkstatt kann man sich nach der E10-Verträglichkeit von Fahrzeugen erkundigen. Die E10-Verträglichkeitsliste enthält auch Servicenummern der Fahrzeughersteller, die man bei Fragen anrufen kann. Weitere Informationen zu E10 bieten der ADAC und das Bundesumweltministerium unter www.adac.de/e10 und www.bmu.de/e10 an. Alle nicht nachgewiesen E10-verträglichen Fahrzeuge sollten ausschließlich die bisherigen Benzinsorten tanken. Die Kraftstoffanbieter sind verpflichtet, diese weiterhin anzubieten.

Röttgen und Meyer erklären dazu: „Wir erwarten, dass die Einführung von E10 verbraucherfreundlich gestaltet wird. Die Einführung muss deshalb für den Verbraucher offen und transparent erfolgen und darf nicht zur allgemeinen Anhebung der Benzinpreise genutzt werden oder zu einer Benachteiligung der Autofahrer führen, die auf die bisherigen Kraftstoffsorten angewiesen sind.“

Quelle: Pressemitteilung des BMU, 24.10.2010

Weitere Informationen über E10 finden Sie auf www.e85.biz.

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08 September 2010

Biokraftstoffe sind wesentlicher Baustein der Mobilität der Zukunft

Deutsche Bioethanolwirtschaft begrüßt klare Positionierung zu Biokraftstoffen im Energiekonzept der Bundesregierung:
Biokraftstoffe sind wesentlicher Baustein der Mobilität der Zukunft


In ihrem am 6. September vorgestellten Entwurf eines Energiekonzepts betont die Bundesregierung die Bedeutung von Biokraftstoffen für die Mobilität der Zukunft und spricht sich für eine höhere Beimischung von Bioethanol zu Benzin aus. Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe begrüßt die klare Positionierung der Bundesregierung zu Biokraftstoffen: „Das Energiekonzept macht deutlich, dass Versorgungssicherheit, Klima- und Umweltschutz sowie Wirtschaftlichkeit im Verkehr auch langfristig nur mit mehr Biokraftstoffen erreichbar sind. Bioethanol wird in höheren Beimischungen, beispielsweise als E20, wesentlich dazu beitragen, dass wir in Zukunft Nachhaltigkeit und Mobilität verbinden können“, so BDBe-Vorsitzender MdB Norbert Schindler.

CO2-Vermeidungspotenzial ausschöpfen

Die Ankündigung der Bundesregierung, die Umstellung des Biokraftstoffquotensystems auf CO2-Vermeidungsquoten vorzuziehen, bewertet der BDBe als einen wichtigen Schritt, um das CO2-Vermeidungspotenzial von Biokraftstoffen voll auszuschöpfen. Die deutsche Biokraftstoffwirtschaft hat dies bereits im März dieses Jahres in einem gemeinsamen Memorandum gefordert.

Biokraftstoffe leisten wesentlichen Beitrag für 10%-Ziel

Der BDBe unterstützt die im Energiekonzept angekündigte Förderinitiative für die Weiterentwicklung von Biokraftstoffen. Technologien zur Erzeugung beispielsweise von Bioethanol aus Reststoffen befinden sich in der Entwicklungsphase, sind derzeit aber noch nicht marktreif. Die bereits heute verfügbaren Biokraftstoffe wie Bioethanol aus Getreide und Zuckerrüben erfüllen die EU-Nachhaltigkeitskriterien und werden den wesentlichen Beitrag leisten, um das EU-Ziel von mindestens 10 Prozent erneuerbaren Energien im Verkehr bis 2020 zu erreichen.

Quelle: BDBe.de, 08.09.2010

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09 August 2010

Bundesregierung rechnet mit 20 Prozent EE-Anteil bis 2020

Berlin - Das Bundeskabinett hat den von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen vorgelegten Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energie beschlossen. Darin geht die Bundesregierung davon aus, dass das verbindliche Ziel von 18 Prozent erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch im Jahre 2020 nicht nur erreicht, sondern mit einem erwarteten Anteil von knapp 20 Prozent übertroffen werde. Röttgen: "Der Weg ins regenerative Zeitalter ist ehrgeizig und technisch anspruchsvoll. Um unsere Ziele zu erreichen, muss auch die Energieeffizienz deutlich steigen. Zudem ist für den erwarteten Ausbau der Offshore-Windenergie und den wachsenden Stromhandel auch der Ausbau der Stromnetze und der Speicherkapazitäten erforderlich. Hier wird das Energiekonzept der Bundesregierung deutliche Akzente setzen."

Für die einzelnen Sektoren ergeben sich nach Schätzungen der Bundesregierung im Aktionsplan für 2020 ein Anteil von 15,5 Prozent erneuerbare Energien im Bereich Wärme/Kälte, ein Anteil von 38,6 Prozent am Strom und ein Anteil von 13,2 Prozent im Verkehr.

Quelle: IWR.de, 09.08.2010

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20 Juli 2010

E10-Comeback

Höherer Biospritanteil ab 2011

Neuer Anlauf für den E10-Kraftstoff: Die Bundesregierung hat beschlossen, ab dem kommenden Jahr einen Anteil von zehn Prozent Bioethanol im Benzin zuzulassen. Verpflichtet werde die Industrie dazu allerdings nicht, teilte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans mit. Die Tankstellen müssen herkömmlichen Kraftstoff (E5) bis 2013 zusätzlich zum neuen Sprit mit dem zehnprozentigen Bioanteil verkaufen.

Grund für diese Regelung ist die vor zwei Jahren geführte Debatte über die E10-Verträglichkeit älterer Fahrzeuge (wir berichteten). Damals war als Alternative nur das teurere Superplus vorgesehen, was Proteste vor allem vom ADAC auslöste und die E10-Einführung scheitern ließ. Nach den Worten Steegmans setzt die Bundesregierung nun aber endgültig eine EU-Richtlinie um, die von den Mitgliedsstaaten fordert, den Biospritanteil am Kraftstoffverbrauch zu erhöhen.

Zweifel an der Nachhaltigkeit der Beimischung wollte heute der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) in einer Mitteilung auszuräumen. Es sei sichergestellt, dass für Bioethanol und Biodiesel aus deutscher Produktion keine wertvollen Ökosysteme wie Regenwälder zerstört würden, hieß es darin. Das garantiere die ab 2011 gültige Nachhaltigkeitsverordnung. Sie sorge außerdem dafür, dass der CO2-Ausstoss beim Autofahren deutlich verringert werde. (ng/dpa)

Quelle: Autoservicepraxis.de, 16.07.2010

Weitere Informationen über E10 finden Sie auf www.e85.biz.

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28 Oktober 2009

Neue Bundesregierung will Bio-Kraftstoffmarkt beleben

26. Okt. 2009 Bio-Kraftstoffe sollen in Deutschland künftig eine größere Rolle spielen. Das haben CDU, CSU und FDP im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Ein entsprechendes Gesetz will die neue Bundesregierung bereits für Anfang 2010 erlassen. Spätestens 2013 soll sich die Höhe der Steuerbegünstigungen von Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen am jeweiligen CO2-Reduktionspotential orientieren. Geplant ist zudem die Einführung des mit Bio-Ethanol versetzten Otto-Kraftstoffs E10 als zusätzliches Angebot zu konventionellem Benzin.

Auch zu weiteren verkehrspolitischen Fragen nimmt der Koalitionsvertrag Stellung. So hält auch die neue Regierung an dem Plan fest, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Auch die Weiterentwicklung von Brennstoffzelle und Wasserstoff soll vorangetrieben werden.

Bei der Einrichtung von Umweltzonen in Innenstädten will die Koalition stärker auf Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit achten. Einfahrverbote sollen gelockert werden, so die Einschränkungen in keinem vernünftigen Verhältnis zur Reduzierung der Feinstaubbelastung steht. Bislang lokal unterschiedliche Ausnahmeregelungen für die Einfahrt sollen zudem bundesweit vereinheitlicht werden.

Weiterhin nicht zur Debatte stehen dem Vertrag zufolge ein Tempolimit auf Autobahnen sowie die Einführung der sogenannten Gigaliner mit bis zu 60 Tonnen Gesamtgewicht. Allerdings ist eine maßvolle Erhöhung der Lkw-Größen und -Gewichte denkbar. Chancen und Risiken sollen in einem bundesweiten Feldversuch untersucht werden. (vm/mid)

Q: motor-traffic.de, 28.10.09

Weitere Informationen zu Ethanolkraftstoffen finden Sie auf e85.biz.

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28 Juni 2009

Subaru gibt E10-Freigabe für alle Modelle ab Baujahr 1991

Allen Ottokraftstoffen wird nach dem Willen der Bundesregierung jetzt 10% Bioethanol beigemischt. Für Subaru kein Problem: Alle Modelle ab Baujahr 1991 mit europäischer Spezifikation vertragen problemlos den Kraftstoff mit der erhöhten Bioethanol-Beimischung. Damit bleibt Subaru-Kunden der Weg an die teure SuperPlus-Zapfsäule erspart. Alle Subaru-Modelle können weiterhin den Kraftstoff tanken, der in der Bedienungsanleitung empfohlen wird.
In Brasilien laufen fast ausschließlich so genannte "Flex-Fuel"-Fahrzeuge, die alle Kraftstoffe vertragen. Hier haben die meisten Mischungen einen Ethanolanteil von 25%. In Deutschland ist der Kraftstoff E10 bislang noch nicht genormt, der Normierungsprozess befindet sich aber in vollem Gange. Lesen Sie mehr unter E10

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27 April 2009

Bundestag beschließt neue Biokraftstoffquoten

Der Bundestag hat gestern die Regierungsvorlage zur Änderung der Förderung von Biokraftstoffen gebilligt. Mit der gegenüber der ursprünglichen Biokraftstoffquote beschlossenen Reduzierung haben Bundesregierung und Parlament auf den vor einem Jahr von Bundesumweltminister Gabriel verfügten Stopp von 10 % Ethanolanteil im Benzin reagiert. Auf europäischer Ebene ist jedoch zukünftig mit der Einführung dieses E10-Kraftstoffs zu rechnen. Die UFOP fordert daher für diesen Fall schon jetzt eine Wiederanhebung der Biokraftstoffquote auf die ursprünglichen Anteile, da mit der neuen Gesamtquote zukünftig alle Biokraftstoffe miteinander konkurrieren.

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19 Februar 2009

Senkung der Biospritquote

Die von der Bundesregierung im Gesetz zur Änderung der Förderung von Biokraftstoffen vorgesehene Verschiebung der Anhebung der Biokraftstoffquote auf das nächste Jahr wird von Experten unterschiedlich beurteilt. Das wurde während einer Anhörung des Umweltausschusses am Mittwochvormittag deutlich. Die ursprünglich für Anfang dieses Jahres vorgesehene Erhöhung des Beimischungsanteils von Ethanol von 5,25 auf 6,25 Prozent soll laut Gesetzentwurf erst ab 2010 gelten und dann bis 2014 auf diesem Niveau belassen werden.

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09 Dezember 2008

Bund bleibt bei Biosprit

Die Bundesregierung setzt in Sachen Klimaschutz weiter auf Kraftstoff mit Biosprit-Anteilen. Damit widerspricht Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) dem Vorschlag des regierungseigenen Umweltbeirats. Dieser würde eher auf die Förderung von Elektroautos setzen. Lesen Sie mehr unter Biosprit

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09 Mai 2008

Bundesregierung: Biokraftstoffe nicht für explodierende Lebensmittelpreise verantwortlich

Der Anbau von Lebensmitteln und Energiepflanzen bedeutet keinen Widerspruch. Aber nur mit einer nachhaltigen Landwirtschaft kann man Welternährung und Klimaschutz auf einen Nenner bringen. Darüber sind sich der Bundeslandwirtschaftsminister und der Bundesumweltminister einig. Für die weltweit explodierenden Lebensmittelpreise ist der Biokraftstoff nach der Überzeugung beider Minister nicht verantwortlich. Das befinden Horst Seehofer und Sigmar Gabriel anlässlich der aktuellen Diskussion um Lebensmittelpreise, Biosprit und Agrarpolitik unabhängig voneinander.

Abkommen zur nachhaltigen Produktion von Biosprit mit Brasilien
Nach seinem Besuch in Brasilien hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sich für eine stärkere Unterstützung des Landes beim Schutz der Tropenwälder ausgesprochen. Zugleich müsse eine nachhaltige, sozial und umweltpolitisch verantwortbare Bioenergieerzeugung sichergestellt werden. Begleitet von Bundestagsabgeordneten aller Parteien und Vertretern deutscher Umweltverbände hatte er in politischen Gesprächen für internationale Nachhaltigkeitskriterien zur Bioenergieerzeugung geworben. In der kommenden Woche wird Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in Brasilien ein entsprechendes Abkommen zur umweltverträglichen Produktion von Biokraftstoffen unterzeichnen, kündigte Gabriel an.

Trotz der kürzlich veränderten Beimischungspläne will der Bundesumweltminister am tropischen Biosprit festhalten. Bei differenzierter Sicht auf die Dinge werde deutlich, dass Brasilien sehr viel unternehme, um seinen Regenwald zu erhalten, so Gabriel. Nun vollständig auf die Einfuhr zu verzichten, käme bei dem Partner in Südamerika deshalb nur als Abschottung an. Den Raubbau am Regenwald aufhalten könnten allein ökologisch wie sozial nachhaltige Nutzungskonzepte, die sich für die Bewohner der Regionen auszahlen: "Solange man an der Zerstörung der Wälder mehr Geld verdient als an ihrem Schutz, wird der Erhalt der Wälder schwer bleiben."

Platz sei noch genug. Allein in Brasilien lägen derzeit über 100 Millionen Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Fläche brach. Weltweit würden nur 36 Prozent der nutzbaren Flächen überhaupt genutzt – und nicht einmal zwei Prozent davon für die Herstellung von Bioenergie.

Weniger Biosprit, mehr Wind
Um die Klimaschutzziele trotz einer geringeren Nutzung von Biokraftstoff zu erreichen, will der Bundesumweltminister in Deutschland den Anteil der Windenergie erhöhen. Zehn bis elf Millionen Tonnen Kohlendioxid sollen so eingespart werden. Dafür soll der garantierte Abnahmepreis für den Windstrom auf 9,1 Cent steigen, kündigte Gabriel an. Ältere Windkraftanlagen sollten leistungsfähigeren neuen Anlagen weichen.

Q: IWR.de, 09.05.2008

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07 Februar 2008

Biosprit: Automobilverbände gegen Panikmache

(pressebox) Stuttgart, 06.02.2008 - In der neu aufgeflammten Diskussion über die Folgen höherer Biospritanteile in Kraftfahrzeugen (s. u. a. ZDF FRONTAL 21 v. 5. Feb. 08) haben Spitzenvertreter der Automobilwirtschaft bekräftigt, es bestehe für Autobesitzer kein Anlass zur Sorge.

In einem Schreiben an den ACE Auto Club Europa versicherte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, die deutschen Fahrzeughersteller würden ihre Fahrzeuge bis auf wenige Ausnahmen umfassend für den Betrieb mit E10 Kraftstoff (10 Prozent Anteil Bio-Ethanol: DIN51626-1) freigeben, sofern die Betriebsanleitung einzelner Modelle nicht von Anfang an die Verwendung von Super Plus Kraftstoff vorsehe. "Die meisten Fahrzeughalter können somit weiter die heute gewohnte Kraftstoffsorte tanken", betonte Wissmann. Seinen Angaben zufolge stellen lediglich rund 375 000 Fahrzeuge im Bestand eine Ausnahme dar. Für diese Kfz werde aber auch zukünftig noch Super Plus mit 5 Prozent Ethanol zur Verfügung stehen.

Auch der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Volker Lange, versuchte, die wegen der geplanten erhöhten Biospritbeimischung in der Öffentlichkeit laut gewordenen Bedenken zu zerstreuen. Er schrieb dem ACE, derzeit prüften die internationalen Fahrzeughersteller ihre Fahrzeugpalette auf die Verträglichkeit von höheren Biospritanteilen. Die Tests seien noch nicht abgeschlossen, ihren Informationspflichten würden die internationalen Fahrzeughersteller aber nachkommen. Lange: "Es besteht aus Sicht des VDIK kein Grund über die Medien Panikmache zu betreiben". Der ACE hatte zuvor den VDA und den VDIK schriftlich aufgefordert, "im Interesse der Verbraucher für Klarheit zu sorgen". Hintergrund ist der Plan der Bundesregierung, aus Gründen des Klimaschutzes den Anteil des C02-neutralen Bio-Ethanols im Benzin von bisher 5 auf 10 Prozent zu erhöhen. In Kreisen von Autoexperten hat dies eine lebhafte öffentliche Debatte ausgelöst. Skeptiker befürchten, die Zahl der negativ betroffenen Fahrzeuge könne in die Millionen gehen, sie seien für die erhöhte Beimischung von Biosprit ungeeignet, Bauteile könnten aufgrund aggressiver Wirkstoffe im Bio-Ethanol beschädigt werden. Um dies zu vermeiden, müssten viele Autobesitzer gezwungenermaßen den teuersten Kraftstoff Super Plus tanken. Dazu zitiert der ACE aus dem Schreiben von VDA-Präsidenten Matthias Wissmann: "Für die deutsche Automobilindustrie war immer klar, dass eine erhebliche Mehrbelastung für einen Großteil der Autofahrer durch eine neue Kraftstoffsorte nicht akzeptabel wäre".

Laut ACE wird sich voraussichtlich von Mitte März an der Bundesrat mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Biospritbeimischung befassen.

Q: pressebox.de, 06.02.2008

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21 Januar 2008

Ab 2009 10% Ethanol im Benzin

Die Bundesregierung plant, den Bioethanol-Anteil im Normal- bzw. Super-Benzin ab 2009 auf bis zu 10% zu erhöhen, um frühzeitig die von der EU geforderte Bioquote zu erfüllen. Eine Normung des Kraftstoffes E10 ist in Vorbereitung.

Für weitere Informationen lesen Sie bitte den folgenden Artikel der Rheinischen Post:
"Wirbel um Bio-Kraftstoff-Pläne" vom 19.01.2008.

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