14 März 2011

E10: Neue DAT-Liste

 e85.biz - Die Deutsche Automobiltreuhand (DAT) hat Anfang März die Liste der E10-Verträglichkeiten bzw. Freigaben in Absprache mit den Automobilherstellern aktualisiert.

Hier geht's zur aktuellen Liste:

http://www.e85.biz/index.php?page=203

 

Labels: , , ,

08 März 2011

Klarstellung: BMW Fahrer können E10 tanken

e85.biz - Der Münchener Automobilhersteller BMW hat in einer aktuellen Pressemitteilung Stellung zum am 6. März in der "Welt am Sonntag" veröffentlichten Artikel genommen, in welchem ein BMW-Entwickler Zweifel an der E10-Verträglichkeit geäußert hatte.

Hier der Pressetext der BMW AG:

BMW Fahrer können E10 tanken

Für BMW Fahrer ergibt sich durch die Einführung des E10 Kraftstoffes keine Veränderung. In allen BMW Modellen sämtlicher Baujahre ist der Einsatz unbedenklich.

BMW unterstützt die Einführung von E10 Superkraftstoff in Deutschland und Europa. Dies entspricht auch der, unter Einbindung der gesamten Automobilindustrie während des Gesetzgebungsverfahren getroffenen Entscheidung.

 

An den technischen Bewertungen, die damals für Europa und Deutschland getroffen wurden, hat sich nichts geändert:

 

Bei BMW Benzinermodellen, die ab Januar 1990 produziert wurden, ist uneingeschränkt der unbedenkliche Einsatz des neuen E10 Super Kraftstoffs möglich. Bei den BMW Automobilen, die vor 1990 zugelassen wurden, kann grundsätzlich ebenfalls E10 Kraftstoff getankt werden, die Bioethanol-Beimischung ist unbedenklich. Bei diesen Fahrzeugen muss allerdings die mindest vorgeschriebene Oktanzahl gemäß Betriebsanleitung beachtet und eingehalten werden, da einige ältere BMW Fahrzeuge Super Plus ROZ 98 aufgrund dessen erhöhter Klopffestigkeit benötigen. Der E10 Kraftstoff wird z. Zt. jedoch nur mit ROZ 95 angeboten.

 

In dem Bericht der Welt am Sonntag vom 06. März wird dem entscheidenden Zitat mit eindeutigem Bezug auf E10 leider nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet: „Die Verwendung von E10 Kraftstoffen in unseren Benzinmotoren ist grundsätzlich unbedenklich.“

 

In o.g. Bericht wird ein Zusammenhang zwischen der Verwendung von E10 und Wasser, das durch Kondensation ins Motoröl gelangt hergestellt. Wir möchten in diesem Zusammenhang folgendes klarstellen:

 

- Der Kondensationseffekt ist ein Nebeneffekt des normalen Verbrennungsvorgangs, unabhängig von der Verwendung von E10, und stellt damit kein Problem dar.

 

-Die von BMW genannten Ölwechselintervalle sind nicht betroffen, und bleiben daher unverändert.

 

-Der in der Berichterstattung fälschlicherweise hergestellte Zusammenhang zwischen der Verwendung von E10 Kraftstoff und einem „schnelleren Motorenverschleiß“ besteht nicht.

 

Sämtliche Aspekte zu E10 wurden frühzeitig vor Einführung von E10 in der herstellerübergreifenden Verbandsarbeit bewertet. Daraus entstand eine Informationsschrift der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, die eindeutig Stellung zur Verträglichkeit von E10 über alle Hersteller bezieht und Klarheit für den Kunden schafft (im Internet unter www.dat.de/e10 ).

 

Quelle: BMW AG, 08.03.2011

 

Weitere Herstellerfreigaben für E10 finden Sie auf e85.biz/e10.

Labels: , , , , , ,

04 März 2011

Mineralölbranche stoppt E10-Einführung

 e85.biz - Aufgrund der geringen Nachfrage nach dem neuen Super E10 und der daraus resultierenden hohen Nachfrage nach Super Plus hat die Mineralölbranche die deutschlandweite Einführung von E10 vorerst gestoppt.

Viele Tankkunden seien verunsichert und würden das um bis zu acht Cent teurere Super Plus tanken, hieß es bereits seit Wochen aus Branchenkreisen. Dieser Ansturm auf das eigentliche Nischenprodukt Super Plus (viele Tankstellen haben dafür nur eine geringe Tankkapazität) sorgt nun für Lieferengpässe. Einige Tankstellen müssten sogar mehrfach am Tag beliefert werden, um nicht leer zu laufen.

Die Hauptursache dafür, dass viele Autofahrer nun Super Plus tanken, obwohl ihre Autos das neue E10 problemlos vertragen würden, ist offenbar die mangelhafte Informationslage. An den Tankstellen werde lediglich auf die im Internet ersichtliche Freigabenliste der Deutschen Automobiltreuhand (DAT) verwiesen, was für viele Kunden nicht ausreichend sei, heißt es aus Kreisen der Politik und der Bioethanolwirtschaft.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lädt nun Vertreter aller Beteiligten zu einem "Benzin-Gipfel", der, wie es so schön heißt, "zeitnah" stattfinden soll. Spätestens dann sollten Wirtschaft und Politik aber aufhören, sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuzuschieben und endlich eine sinnvolle Lösung erarbeiten, die nicht auf dem Rücken der Verbraucher ausgetragen wird.

Weitere Informationen über E10 sowie die Liste der E10-Freigaben finden Sie auf e85.biz/e10.

Quelle: WELT Online, 03.03.2011

 

Labels: , , , , , , ,

26 November 2010

Wer kann E10 tanken?

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) hat nun die Liste der Fahrzeuge, welche E10 tanken bzw. nicht tanken dürfen, veröffentlicht.

Den Link zur Liste im PDF-Format finden Sie auf www.e85.biz.

Foto: Maik Grabosch / pixelio.de

Labels: ,

26 Oktober 2010

Röttgen und Meyer: Mehr Bio im Benzin

Berlin, 24.10.2010

Ab Januar neue Benzinsorte an Tankstellen / Bioanteil bei Benzin wird auf 10 Prozent erhöht / Kabinett verabschiedet neue Verordnung am kommenden Mittwoch


Ab Januar 2011 wird an deutschen Tankstellen zusätzlich zu den bisherigen Kraftstoffsorten Benzin mit bis zu 10 Prozent Bioethanolanteil angeboten. Das Bundeskabinett beschließt am kommenden Mittwoch, den 27. Oktober 2010, eine entsprechende Verordnung und setzt damit die europäische Richtlinie über die Kraftstoffqualität um. Dazu erklären Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und der Präsident des ADAC, Peter Meyer: "Ein wirksamer Klimaschutz ist nur möglich, wenn alle Bereiche des täglichen Lebens einen Beitrag liefern. Dies gilt auch für Kraftstoffe. Die EU hat deshalb beschlossen, den Anteil an Biokraftstoffen im Verkehrsbereich zu erhöhen. Das soll jetzt in Deutschland umgesetzt werden. Wir wollen mit der Erhöhung des aus Pflanzen gewonnenen Biosprits den CO2-Ausstoß der Autoabgase senken und damit auch die knapper werdenden Erdölreserven schonen".

Röttgen und Meyer verweisen darauf, dass im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen die heute verwendeten Biokraftstoffe weniger Treibhausgase verursachen. Durch die Verwendung von Biokraftstoffen sinke die Abhängigkeit vom immer knapper werdenden Erdöl. Erdöl müsse importiert werden, ein Großteil der benötigten Rohstoffe für Bioethanol dagegen wachse in Deutschland oder Europa. Biokraftstoff werde aus Pflanzen gewonnen, die aus nachhaltigem Anbau stammen; auch dazu gebe es gesetzliche Vorgaben. Nachhaltig bedeutet, dass der Anbau der Rohstoffe nicht auf Kosten von Mensch und Natur erfolgen darf, beispielsweise nicht auf schützenswerten Flächen oder auf Gebieten mit hoher biologischer Vielfalt.

Nachdem letztes Jahr die Beimischung von Biodiesel zum Dieselkraftstoff erhöht wurde, soll nun der Bioanteil beim Benzin, wie von der europäischen Richtlinie über die Kraftstoffqualität gefordert, erhöht werden. Ab Anfang 2011 wird dazu in Deutschland an den Tankstellen zusätzlich zu den bisherigen Benzinsorten Benzin mit bis zu 10% Bioethanol angeboten. Diese neuen Kraftstoffe werden mit E10 bezeichnet. "E" steht für Ethanol, die Zahl "10" für 10 %. Bisher betrug der Ethanolanteil im Benzin bis zu 5 %. Die Einführung von E10 wird durch eine Verordnung geregelt, die am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden soll; danach werden die Bundesländer über den Bundesrat beteiligt. Das ganze Verfahren wird voraussichtlich bis Mitte Dezember abgeschlossen sein.

Das neue Benzin wird an den Zapfsäulen deutlich gekennzeichnet, und zwar durch den Namen der Benzinsorte mit dem Namenszusatz "E10"– also beispielsweise "Super E10".

Etwa 90 Prozent aller benzinbetriebenen Pkw können E10 ohne Einschränkungen tanken. Neufahrzeuge sind in der Regel E10-tauglich. Fahrerinnen und Fahrer benzinbetriebener Fahrzeuge sollten sich vor dem ersten Betanken mit E10 vergewissern, dass Ihr Fahrzeug E10 verträgt. Ob ein Fahrzeug E10 verträgt, erfährt man von seinem Fahrzeughersteller. Eine Liste E10-verträglicher Fahrzeuge ist ab Mitte November auf der Internetseite der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de/e10 zu finden. Auch bei seinem Fahrzeughändler und bei seiner Kfz-Werkstatt kann man sich nach der E10-Verträglichkeit von Fahrzeugen erkundigen. Die E10-Verträglichkeitsliste enthält auch Servicenummern der Fahrzeughersteller, die man bei Fragen anrufen kann. Weitere Informationen zu E10 bieten der ADAC und das Bundesumweltministerium unter www.adac.de/e10 und www.bmu.de/e10 an. Alle nicht nachgewiesen E10-verträglichen Fahrzeuge sollten ausschließlich die bisherigen Benzinsorten tanken. Die Kraftstoffanbieter sind verpflichtet, diese weiterhin anzubieten.

Röttgen und Meyer erklären dazu: „Wir erwarten, dass die Einführung von E10 verbraucherfreundlich gestaltet wird. Die Einführung muss deshalb für den Verbraucher offen und transparent erfolgen und darf nicht zur allgemeinen Anhebung der Benzinpreise genutzt werden oder zu einer Benachteiligung der Autofahrer führen, die auf die bisherigen Kraftstoffsorten angewiesen sind.“

Quelle: Pressemitteilung des BMU, 24.10.2010

Weitere Informationen über E10 finden Sie auf www.e85.biz.

Labels: , , , , , , , , ,