18 März 2011

Bundesregierung benennt Energiegehalt und Mehrverbrauch des E10-Kraftstoffs

e85.biz - Die Bundesregierung hat sich gestern zum Energiegehalt des neuen Super E10-Kraftstoffs geäußert. Er liegt 1,5 Prozent niedriger als der des bisherigen Superkraftstoffs E5. Daraus ergibt sich ein Mehrverbrauch von 1,5 Prozent im E10-Betrieb.

Ein Fahrzeug, dass mit Super E5 10,00 Liter Kraftstoff auf 100 km verbrauchte, benötigt mit E10 auf der selben Strecke also 10,15 Liter Kraftstoff.

Quelle: FOCUS online, 17.03.2011

Weitere Informationen über das neue E10 Superbenzin finden Sie auf www.e85.biz.

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10 März 2011

Umweltfreundlichkeit von E10 wird staatlich zertifiziert

Bauernverband gegen Vorwürfe zur Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen

„In Deutschland wird seit Beginn des Jahres 2011 die Nachhaltigkeit der Erzeugung von Biokraftstoffen vom Anbau bis zur Raffinerie überprüft und staatlich zertifiziert“, stellte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, vor dem morgigen „Benzingipfel“ fest. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung prüfe und zertifiziere. Deshalb gingen Vorwürfe, die Beimischung von Bioethanol zu herkömmlichem Super-Benzin sei nicht klimafreundlich oder gar klimaschädlich, an der Realität vorbei. „Alle Biokraftstoffe, die in Deutschland getankt werden, müssen 35 Prozent weniger Treibhausgase verursachen als herkömmliche fossile Kraftstoffe“, erklärte Sonnleitner. Bioethanol aus deutscher Produktion verursache vom Acker bis in den Tank schon heute nur etwa 50 Prozent der CO2 Emissionen von herkömmlichem Benzin. Mittelfristig seien durch technologische Verbesserungen Einsparungen bis zu 70 Prozent Treibhausgasen möglich.

Die Nachhaltigkeitszertifizierung stelle zudem sicher, so Sonnleitner, dass keine Biokraftstoffe von abgeholzten Wäldern oder trockengelegten Mooren stammen könnten. Die Landwirtschaft habe mit dieser Zertifizierung also ihre Hausaufgaben gemacht, erklärte er. Es grenze an bewusste Verbrauchertäuschung, wenn Umweltverbände plötzlich die Gefahr der Entstehung von Monokulturen durch heimisches Bioethanol an die Wand malten. Denn als Ackerkulturen für die Bioethanolherstellung würden unterschiedliche Getreidearten sowie Zuckerrüben genutzt, die im Fruchtwechsel angebaut würden.

Auch die Teller-oder-Tank-Diskussion sei absurd. Auf den 11 Millionen Hektar Ackerfläche in Deutschland würden nur auf 2 Millionen Hektar nachwachsende Rohstoffe oder Bioenergie angebaut. Bis vor wenigen Jahren habe man noch bis zu 15 Prozent der Fläche stillgelegt. Allein diese Flächen und der technische, züchterische Fortschritt von jährlich 2 Prozent der Erntemenge ermögliche heute Pflanzen für Bioenergie anzubauen ohne die Lebensmittelproduktion einzuschränken.

Die Ursache des aktuellen Debakels um die Markteinführung von E10 sieht der DBV in einem hausgemachten Problem der Mineralölwirtschaft wegen unzureichender Kommunikation. Es liege jetzt an der Mineralölwirtschaft, ihre Hausaufgaben schnellstmöglich nachzuholen. Wenn die Mineralölbranche glaube, eine zehnprozentige Beimischung von Bioethanol in Super-Benzin könne ohne Information über die Verträglichkeit der Autos oder mit Verweis auf Internetseiten im Markt eingeführt werden, sei dies naiv oder lasse den Eindruck entstehen, dem Verbraucher soll der günstigere E10 Sprit madig gemacht werden, betonte der DBV.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbands vom 07.03.2011

Vollständiger Link:

http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=100982&sektor=pm&detail=1&r=444108&sid=&aktion=jour_pm&quelle=0

Weitere Informationen über E10 finden Sie auf e85.biz/e10.

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08 Dezember 2010

Biospritziele der USA für 2011 festgelegt

Washington - In den Vereinigten Staaten hat die Umweltbehörde (EPA) für das nächste Jahr die von der Wirtschaft zu erfüllenden Biokraftstoffmengen und -quoten festgelegt. Bis 2022 sollen sie weiter steigen.

Laut dem vergangene Woche ergangenen Beschluss muss die Wirtschaft 2011 insgesamt 13,95 Milliarden Gallonen (52,8 Milliarden Liter) Biokraftstoff beimischen, das entspricht einer Quote von acht Prozent.

In der Praxis wird diese Quote zum weitaus größten Teil von Bioethanol auf Maisbasis erfüllt werden. An Zelluloseethanol sollen lediglich 6,6 Millionen Gallonen (25,0 Millionen Liter) in die Tanks fließen, das sind deutlich weniger als ursprünglich von der EPA zur Umsetzung des US-Energiegesetzes vorgesehen. Ursache ist die bisher schleppende Marktentwicklung.

Außerdem wird für 2011 eine Biodieselbeimischung von 800 Millionen Gallonen (3,0 Milliarden Liter) vorgeschrieben. Vorgesehen ist laut Gesetz, die Biokraftstoffnutzung in den Vereinigten Staaten bis zum Jahr 2022 auf landesweit 36 Milliarden Gallonen (136,2 Milliarden Liter) auszudehnen. Allerdings wird der Anteil von Bioethanol aus Mais in dem Gesetz auf knapp 57 Milliarden Liter begrenzt. (AgE)

Quelle: agrarheute.com, 08.12.2010

Foto: Rike / pixelio.de

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26 Oktober 2010

Röttgen und Meyer: Mehr Bio im Benzin

Berlin, 24.10.2010

Ab Januar neue Benzinsorte an Tankstellen / Bioanteil bei Benzin wird auf 10 Prozent erhöht / Kabinett verabschiedet neue Verordnung am kommenden Mittwoch


Ab Januar 2011 wird an deutschen Tankstellen zusätzlich zu den bisherigen Kraftstoffsorten Benzin mit bis zu 10 Prozent Bioethanolanteil angeboten. Das Bundeskabinett beschließt am kommenden Mittwoch, den 27. Oktober 2010, eine entsprechende Verordnung und setzt damit die europäische Richtlinie über die Kraftstoffqualität um. Dazu erklären Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und der Präsident des ADAC, Peter Meyer: "Ein wirksamer Klimaschutz ist nur möglich, wenn alle Bereiche des täglichen Lebens einen Beitrag liefern. Dies gilt auch für Kraftstoffe. Die EU hat deshalb beschlossen, den Anteil an Biokraftstoffen im Verkehrsbereich zu erhöhen. Das soll jetzt in Deutschland umgesetzt werden. Wir wollen mit der Erhöhung des aus Pflanzen gewonnenen Biosprits den CO2-Ausstoß der Autoabgase senken und damit auch die knapper werdenden Erdölreserven schonen".

Röttgen und Meyer verweisen darauf, dass im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen die heute verwendeten Biokraftstoffe weniger Treibhausgase verursachen. Durch die Verwendung von Biokraftstoffen sinke die Abhängigkeit vom immer knapper werdenden Erdöl. Erdöl müsse importiert werden, ein Großteil der benötigten Rohstoffe für Bioethanol dagegen wachse in Deutschland oder Europa. Biokraftstoff werde aus Pflanzen gewonnen, die aus nachhaltigem Anbau stammen; auch dazu gebe es gesetzliche Vorgaben. Nachhaltig bedeutet, dass der Anbau der Rohstoffe nicht auf Kosten von Mensch und Natur erfolgen darf, beispielsweise nicht auf schützenswerten Flächen oder auf Gebieten mit hoher biologischer Vielfalt.

Nachdem letztes Jahr die Beimischung von Biodiesel zum Dieselkraftstoff erhöht wurde, soll nun der Bioanteil beim Benzin, wie von der europäischen Richtlinie über die Kraftstoffqualität gefordert, erhöht werden. Ab Anfang 2011 wird dazu in Deutschland an den Tankstellen zusätzlich zu den bisherigen Benzinsorten Benzin mit bis zu 10% Bioethanol angeboten. Diese neuen Kraftstoffe werden mit E10 bezeichnet. "E" steht für Ethanol, die Zahl "10" für 10 %. Bisher betrug der Ethanolanteil im Benzin bis zu 5 %. Die Einführung von E10 wird durch eine Verordnung geregelt, die am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden soll; danach werden die Bundesländer über den Bundesrat beteiligt. Das ganze Verfahren wird voraussichtlich bis Mitte Dezember abgeschlossen sein.

Das neue Benzin wird an den Zapfsäulen deutlich gekennzeichnet, und zwar durch den Namen der Benzinsorte mit dem Namenszusatz "E10"– also beispielsweise "Super E10".

Etwa 90 Prozent aller benzinbetriebenen Pkw können E10 ohne Einschränkungen tanken. Neufahrzeuge sind in der Regel E10-tauglich. Fahrerinnen und Fahrer benzinbetriebener Fahrzeuge sollten sich vor dem ersten Betanken mit E10 vergewissern, dass Ihr Fahrzeug E10 verträgt. Ob ein Fahrzeug E10 verträgt, erfährt man von seinem Fahrzeughersteller. Eine Liste E10-verträglicher Fahrzeuge ist ab Mitte November auf der Internetseite der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de/e10 zu finden. Auch bei seinem Fahrzeughändler und bei seiner Kfz-Werkstatt kann man sich nach der E10-Verträglichkeit von Fahrzeugen erkundigen. Die E10-Verträglichkeitsliste enthält auch Servicenummern der Fahrzeughersteller, die man bei Fragen anrufen kann. Weitere Informationen zu E10 bieten der ADAC und das Bundesumweltministerium unter www.adac.de/e10 und www.bmu.de/e10 an. Alle nicht nachgewiesen E10-verträglichen Fahrzeuge sollten ausschließlich die bisherigen Benzinsorten tanken. Die Kraftstoffanbieter sind verpflichtet, diese weiterhin anzubieten.

Röttgen und Meyer erklären dazu: „Wir erwarten, dass die Einführung von E10 verbraucherfreundlich gestaltet wird. Die Einführung muss deshalb für den Verbraucher offen und transparent erfolgen und darf nicht zur allgemeinen Anhebung der Benzinpreise genutzt werden oder zu einer Benachteiligung der Autofahrer führen, die auf die bisherigen Kraftstoffsorten angewiesen sind.“

Quelle: Pressemitteilung des BMU, 24.10.2010

Weitere Informationen über E10 finden Sie auf www.e85.biz.

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22 Oktober 2010

USA wollen mit Biosprit aus der Krise

Washington will die Produktion von Biotreibstoffen fast zur Gänze finanzieren - vor allem um neue Jobs zu schaffen.

Die USA haben eine Initiative für Biokraftstoffe gestartet. Das Biomasseanbau-Hilfsprogramm (BCAP) solle die Produktion von Biosprit ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und den Klimawandel eindämmen, sagte US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack. "Indem wir mehr Biokraftstoffe in Amerika produzieren, werden wir Stellen schaffen, die globale Erwärmung bekämpfen, unsere Abhängigkeit von ausländischem Öl ablösen und eine stärkere Grundlage für die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts legen", hob er hervor.

Mit dem Programm übernimmt die US-Regierung bis zu 75 Prozent der Kosten für den Anbau von Pflanzen zur Biomassegewinnung sowie zur Herstellung von Biosprit. Eine fünfjährige Partnerschaft mit der Bundesluftfahrtbehörde sieht zudem die Entwicklung von Biokraftstoffen für Flugzeuge vor.

Neues Verfahren

Biokraftstoffe sind sehr umstritten, da sie häufig um Anbauflächen mit Lebensmitteln konkurrieren. Teils werden sogar Lebensmittelpflanzen direkt zu Biosprit verarbeitet. Eine neue Generation von Biokraftstoffen soll aber aus Pflanzenresten gewonnen werden und damit diese Probleme lösen.

Quelle: Kurier.at, 22.10.2010

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19 Oktober 2010

Länder wollen reine Biokraftstoffe stärken

Bayern hat sich im Bundesrat mit seiner Forderung nach besseren Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe durchgesetzt.

Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mitteilte, stimmten die Länder mehrheitlich dem bayerischen Antrag zu, durch gezielte steuerliche Anreize den Absatz von Biokraftstoffen in Reinform wie Biodiesel, Pflanzenölkraftstoff, E85, Biomethan und künftig auch BtL und Ethanol aus Cellulose anzukurbeln. Laut Brunner reichen die derzeitigen nationalen Vorgaben und steuerlichen Rahmenbedingungen nicht aus, um den im Verkehrssektor bis 2020 EU-weit angestrebten Mindestanteil von zehn Prozent erneuerbaren Energieträgern erfüllen zu können.

„Das ist mit der bislang geplanten Ausrichtung allein auf die Beimischung von Biokraftstoffen nicht zu schaffen“, sagte der Minister. Denn die hierfür ab 2015 geltenden Mindestanteile seien auf die Vermeidung von Treibhausgasen abgestellt - und hierfür sind wegen der ständigen Verbesserung der Biokraftstoffe energetisch gesehen immer geringere Mengen erforderlich. Brunner sieht den Beschluss des Bundesrats deshalb als „wichtiges Signal an den Bund, neben der Beimischung stärker auch auf die Biokraftstoffe in Reinform zu setzen“. Das entspreche auch dem Ziel des Koalitionsvertrags, den Markt für reine Biokraftstoffe wiederzubeleben. Dem Minister zufolge soll mit der Initiative zudem die Erzeugung von Kraftstoff und Eiweißfuttermitteln bei den in der Regel bäuerlich betriebenen dezentralen Ölmühlen gestärkt werden.

Quelle: Proplanta.de, 18.10.2010

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22 September 2010

Bayern startet Bundesratsinitiative für Biokraftstoffe

Mit einer Bundesratsinitiative will Bayern die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Biokraftstoffen verbessern und damit Umwelt und heimische Landwirtschaft zusätzlich unterstützen. Das hat das Kabinett gestern beschlossen. Laut Landwirtschaftsminister Helmut Brunner reichen die bisherigen nationalen Vorgaben nicht aus, um die ab 2020 geltenden EU-weiten Mindestquoten für erneuerbare Energien im Verkehrssektor tatsächlich erfüllen zu können.

Der bayerische Antrag zielt deshalb darauf ab, durch gezielte steuerliche Anreize den Absatz von Biokraftstoffen in Reinform wie Biodiesel, Pflanzenölkraftstoff, E85 (Benzin mit 85 Prozent Ethanolanteil), Biomethan und künftig auch sogenanntes BtL (Biokraftstoffe aus Pflanzen-Reststoffen und Ganzpflanzen) und Ethanol aus Cellulose anzukurbeln. Brunner: „Die Förderung von Biokraftstoffen muss so ausgestaltet werden, dass bis 2020 der von der EU geforderte energetische Anteil von zehn Prozent Biokraftstoff auch tatsächlich erreicht werden kann. Dafür brauchen wir bessere steuerlichen Rahmenbedingungen. Mit der derzeitigen Ausrichtung allein auf die Beimischung von Biokraftstoffen ist das 10-Prozent-Ziel nicht zu schaffen.“

Die hierfür in Deutschland ab 2015 geltenden Mindestanteile sind laut Brunner ausschließlich auf die Vermeidung von Treibhausgasen abgestellt - und hierfür sind wegen der ständigen Effizienz-Verbesserung der Biokraftstoffe energetisch gesehen immer geringere Biokraftstoffmengen notwendig, was zu einem Verfehlen des EU-Ziels führt.

Bayern fordert deshalb, neben der Beimischung auch stärker auf die Biokraftstoffe in Reinform zu setzen. Das entspricht laut Brunner dem Ziel des Koalitionsvertrags, den Markt für reine Biokraftstoffe wiederzubeleben. Daher will der Freistaat mit der Initiative auch die Erzeugung von Kraftstoff und Eiweißfuttermitteln bei den in der Regel bäuerlich betriebenen dezentralen Ölmühlen stärken.

Quelle: topagrar.com, 22.09.2010

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17 September 2010

Bioethanolfabrik in Premnitz vor Inbetriebnahme

Die neue Bioethanolfabrik im Industriepark Premnitz fährt Ende Oktober die Anlagen an

PREMNITZ - Nach nur neun Monaten Bauzeit ist die neue Bioethanolfabrik im Industriepark Premnitz nahezu fertig. Mit einer Investitionssumme von 50 Millionen Euro ist dieses Vorhaben das zurzeit größte Wirtschaftsprojekt im Landkreis Havelland. Ab 1. Oktober werden die neuen Arbeitskräfte in die Anlagen gehen, Ende Oktober soll die Produktion anlaufen. Dass erst kurz vor der Inbetriebnahme das Richtfest gefeiert worden ist, liegt daran, dass die Einhausungen erst am Ende um die bereits fertigen chemischen Anlagen außen drum herum gebaut werden. 220 Gäste haben am Mittwochabend kräftig gefeiert.

„Der Markt ist derzeit günstig für uns“, hat Georg Tuma, Chef der Firma esp. Chemie, dieser Zeitung gesagt. Ab 1. Januar 2011, so sagt er, müssten den Kraftstoffen in Deutschland zehn Prozent Biokraftstoff beigemischt werden. Er hat auch den Export im Sinn, vor allem nach Skandinavien. In Schweden, so teilt er mit, dürften die Kraftfahrzeuge ab 2020 nur noch Biokraftstoff fahren.

Mit 32 Beschäftigten werde das Werk beginnen, hat Georg Tuma gesagt. Gearbeitet werde in vier Schichten. Die Teams würden gerade zusammengestellt. Dort werde es keine klassischen Hierarchien geben, jeder müsse alles machen können. Am Ende soll die Bioethanolfabrik 45 bis 50 Beschäftigte haben. Georg Tuma sagt: „Es war für uns nicht einfach, geeignete Arbeitskräfte zu finden.“ Der Werksleiter komme aus Berlin, das Labor sei besetzt, der Warenkoordinator eingestellt – es könne losgehen.

Schon im November/Dezember soll das Werk 10 000 t Bioethanol im Monat liefern. Es ist für eine Jahresproduktion von 150 000 t ausgelegt. Bereits jetzt wird eine Erweiterung direkt neben der neuen Anlage geplant, die weitere 50 000 t Bioethanol im Jahr liefern soll. Deren Baubeginn ist für den Sommer 2011 vorgesehen, die Fertigstellung könnte demnach am Anfang des Jahres 2012 sein. Ab Beginn 2011 verlangt die EU von den Bioethanolproduzenten einen Nachweis darüber, dass ihr Prozess auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Die Antragsunterlagen sind 80 Seiten lang, doch Georg Tuma hat keinen Zweifel daran, dass er das erforderliche Zertifikat erhalten wird. In Premnitz soll Bioethanol nicht aus Getreide hergestellt werden, sondern aus Stärke und den Zuckerprodukten Melasse, Dicksaft und Dextrose.

Gleich neben der Ethanolfabrik soll zudem eine Separationsanlage errichtet werden, mit der Getreide in seine Bestandteile Stärke, Proteine, Öle und Schalen zerlegt werden kann. Anders als bisher üblich müssen Proteine, Öle und Schalen dann nicht mehr den Ethanolprozess mit durchlaufen und können gleich als Futter verkauft werden. Allein die Stärke wird dann zur Biokraftstoffproduktion genutzt. Die Separation wird 40 Millionen Euro kosten und etwa 20 Arbeitsplätze schaffen. Baubeginn ist für 2012 vorgesehen. (Von Bernd Geske)

Quelle: Märkische Allgemeine Online, 17.09.2010

Informationen über Bioethanol finden Sie auf www.e85.biz.

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08 September 2010

Biokraftstoffe sind wesentlicher Baustein der Mobilität der Zukunft

Deutsche Bioethanolwirtschaft begrüßt klare Positionierung zu Biokraftstoffen im Energiekonzept der Bundesregierung:
Biokraftstoffe sind wesentlicher Baustein der Mobilität der Zukunft


In ihrem am 6. September vorgestellten Entwurf eines Energiekonzepts betont die Bundesregierung die Bedeutung von Biokraftstoffen für die Mobilität der Zukunft und spricht sich für eine höhere Beimischung von Bioethanol zu Benzin aus. Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe begrüßt die klare Positionierung der Bundesregierung zu Biokraftstoffen: „Das Energiekonzept macht deutlich, dass Versorgungssicherheit, Klima- und Umweltschutz sowie Wirtschaftlichkeit im Verkehr auch langfristig nur mit mehr Biokraftstoffen erreichbar sind. Bioethanol wird in höheren Beimischungen, beispielsweise als E20, wesentlich dazu beitragen, dass wir in Zukunft Nachhaltigkeit und Mobilität verbinden können“, so BDBe-Vorsitzender MdB Norbert Schindler.

CO2-Vermeidungspotenzial ausschöpfen

Die Ankündigung der Bundesregierung, die Umstellung des Biokraftstoffquotensystems auf CO2-Vermeidungsquoten vorzuziehen, bewertet der BDBe als einen wichtigen Schritt, um das CO2-Vermeidungspotenzial von Biokraftstoffen voll auszuschöpfen. Die deutsche Biokraftstoffwirtschaft hat dies bereits im März dieses Jahres in einem gemeinsamen Memorandum gefordert.

Biokraftstoffe leisten wesentlichen Beitrag für 10%-Ziel

Der BDBe unterstützt die im Energiekonzept angekündigte Förderinitiative für die Weiterentwicklung von Biokraftstoffen. Technologien zur Erzeugung beispielsweise von Bioethanol aus Reststoffen befinden sich in der Entwicklungsphase, sind derzeit aber noch nicht marktreif. Die bereits heute verfügbaren Biokraftstoffe wie Bioethanol aus Getreide und Zuckerrüben erfüllen die EU-Nachhaltigkeitskriterien und werden den wesentlichen Beitrag leisten, um das EU-Ziel von mindestens 10 Prozent erneuerbaren Energien im Verkehr bis 2020 zu erreichen.

Quelle: BDBe.de, 08.09.2010

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06 August 2010

Bioethanol behauptet sich EU-weit als alternativer Kraftstoff

Auch im vergangenen Jahr sind Produktion und Verbrauch von Bioethanol in der EU weiter gestiegen. Nach Angaben des europäischen Bioethanolverbandes ebio wurden 2009 mit 2,9 Mio. Tonnen 31 Prozent mehr des Biokraftstoffs hergestellt als im Vorjahr, der Verbrauch stieg um 23 Prozent auf 3,8 Mio. Tonnen.

Wichtigster Bioethanolproduzent ist nach wie vor Frankreich mit 0,98 Mio. Tonnen. Deutschland belegt Platz 2 vor Spanien und Österreich; die Alpenrepublik holt kräftig auf und hat ihre Bioethanolproduktion innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.

EU-weit wurde 2009 nirgends mehr klimaschonendes Bioethanol getankt als in Deutschland. 0,9 Mio. Tonnen wurden dort verbraucht, in erster Linie in Form der fünfprozentigen Beimischung zu Benzin. Im Verhältnis zum Volumen des Benzinmarktes war mit einem Verbrauch von 300.000 Tonnen allerdings Schweden Europas führende Bioethanol-Nation.

Weitere Informationen und alle Zahlen unter http://ebio.org/press_releases.php

Quelle: BDBe.de, 06.08.2010

Weitere Informationen über Bioethanol finden Sie auf e85.biz.

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21 Juli 2010

Umfrage: Verbraucher wollen Nachhaltigkeitsregeln für Erdöl

Pressemitteilung
Umfrage: Verbraucher wollen Nachhaltigkeitsregeln für Erdöl

Berlin, 14.7.2010
Bei der Förderung von Erdöl sollen nach Meinung von 88 Prozent der Bundesbürger gesetzliche Nachhaltigkeitsregeln eingeführt werden. Für die Mineralölindustrie sollten damit Sozial- und Umweltstandards gelten. Dies ist eines der Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Emnid im Auftrag des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) durchgeführt hat. Nur drei Prozent der Befragten sprach sich gegen die Einführung von Nachhaltigkeitsregeln aus. „Hier zeigt sich, dass die deutschen Verbraucher ein hohes Problembewusstsein für die Umweltwirkungen von Erdöl entwickelt haben. Genau wie bei Biokraftstoffen sollten daher auch die fossilen Kraftstoffe einer Nachhaltigkeitskontrolle unterliegen und gesetzliche Standards erfüllen“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des VDB.

Rund zwei Drittel der Befragten meinten, dass die Bundesregierung Alternativen zu fossilen Kraftstoffen wie nachhaltig produzierte Biokraftstoffe und Elektromobilität stärker fördern sollte als bisher. Aber nicht nur der Staat ist gefordert: 61 Prozent der Befragten sind nicht einverstanden damit, dass die Mineralölindustrie Kosten an die Verbraucher weitergibt, die durch die Verwendung von Biodiesel und Bioethanol entstehen. „Die Menschen in Deutschland wollen, dass die Mineralölwirtschaft an den Mehrkosten für den Einsatz umweltfreundlicher Biokraftstoffe beteiligt wird. Sie akzeptieren nicht, dass negative Folgen der Erdölförderung von der Allgemeinheit getragen werden müssen.“, sagte Baumann. Anders als die Mineralölindustrie sind 60 Prozent der Befragten bereit, selbst mehr Geld für eine Tankfüllung zu bezahlen, wenn dafür nachhaltiger Biodiesel oder Bioethanol verwendet werden. „Das ist ein deutlicher Beleg dafür, dass Biokraftstoffe weiterhin eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung haben“, sagte Baumann.

An den Zapfsäulen könnte ausgewiesen werden, aus welchen Quellen der Kraftstoff stammt, der getankt wird. So könnte der Verbraucher selbst entscheiden, ob er Benzin und Diesel aus Tiefseebohrungen, aus Umwelt zerstörender Ölsandförderung in Kanada oder aus Ölquellen an Land tanken möchte. Für eine solche Kennzeichnung sprachen sich 57 Prozent der Befragten aus, 39 Prozent waren dagegen. Einen vollständigen Verzicht Deutschlands auf die Nutzung von Erdöl aus Tiefseebohrungen und Ölsanden befürworten 44 Prozent der Befragten. Sämtliche Ergebnisse der Umfrage stehen zur Verfügung unter: www.biokraftstoffverband.de

Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.
Frank Brühning
Pressesprecher
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Tel. +49 (0) 30 / 72 62 59 - 54
Fax +49 (0) 30 / 72 62 59 - 19
E-Mail bruehning@biokraftstoffverband.de
www.biokraftstoffverband.de

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03 Mai 2010

Biospritproduktion nimmt in Österreich weiter zu

Die Produktion von Biokraftstoffen hat in Österreich im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Wie die Arbeitsgemeinschaft Flüssige Biokraftstoffe (ARGE Biokraft) mitteilte, wurden 2009 rund 323.000 Tonnen Biodiesel und 138.000 Tonnen Bioethanol hergestellt. Seit 2006 habe die Biodieselproduktion damit um 165 Prozent zugenommen, die Erzeugung von Bioethanol habe sich seit 2008 beinahe verdoppelt. „Wir rechnen damit, dass der Anteil der Biokraftstoffe im Energiemix auch in den kommenden Jahren weiter zunimmt“, sagte Reinhard Thayer, Geschäftsführer der ARGE Biokraft. In Österreich spielten Bioethanol und Biodiesel zurzeit vor allem in der Beimischung zu fossilen Kraftstoffen eine Rolle. Nach Angaben der ARGE Biokraft liegt der biogene Anteil von Benzin bei fünf Volumen-Prozent. Für Dieselkraftstoff wurde im Februar 2009 eine siebenprozentige Beimischung eingeführt. So konnten die Mitgliedsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft bereits vergangenes Jahr rund 203.000 Tonnen an die Mineralölindustrie liefern. Auf dem österreichischen Biodiesel-Reinkraftstoffmarkt setzten die Biokraftstoffunternehmen der ARGE Biokraft rund 102.000 Tonnen ab.

Quelle: euwid-energie.de, 28.04.2010

Weitere Informationen über Bioethanol-Kraftstoffe finden Sie auf www.e85.biz.

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12 Januar 2010

Bioethanol auf der Internationalen Grünen Woche 2010

Mehr drin für Teller und Trog und Tank

Auf der diesjährigen nature.tec – Fachschau Nachwachsende Rohstoffe im Rahmen der Grünen Woche Berlin (15. bis 24. Januar) zeigt die deutsche Bioethanolwirtschaft, dass sie viel mehr herstellt als Kraftstoff.

Bioethanol, der weltweit führende Biokraftstoff, wird aus stärke- und zuckerhaltigen nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Doch die Verwertung der Pflanzen endet nicht mit dem fertigen Kraftstoff: Aus den übrigen Pflanzenbestandteilen entstehen verschiedene hochwertige Nahrungs-, Futter- und Düngemittel. Bioethanol füllt also nicht nur den Tank, sondern gleichzeitig auch Trog und Teller.

Die vielfältigen Produkte der Bioethanolherstellung wie Gluten, Vinasse oder das Proteinfutter DDGS füllen die Futterkrippe am Stand des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe auf der diesjährigen nature.tec. An der Biokraftstofftankstelle in Halle 4.2, Stand 124 ist außerdem ein Audi A4 2.0 TFSI flexible fuel zu sehen – das neueste Fahrzeug zum Betrieb mit Bioethanol auf dem deutschen Markt.

Die Experten des BDBe informieren an der Biokraftstofftankstelle über die Praxis der Bioethanolherstellung sowie über Themen wie die Energie- und Klimabilanz des Biokraftstoffs. Die nature.tec – Fachschau Nachwachsende Rohstoffe findet vom 15. bis 24. Januar 2010 im Rahmen der Grünen Woche auf dem Messegelände Berlin statt.

Quelle: www.bdbe.de, 12.01.2010

Weitere Informationen über Bioethanol finden Sie auf www.e85.biz.

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07 Januar 2010

Bundesweiter Malwettbewerb Biokraftstoffe

In dem unter der Schirmherrschaft von Herrn Josef Göppel MdB, dem Kompetenznetzwerk Mineralölwirtschaft/Biokraftstoffe Brandenburg-Berlin und dem Infoportal www.e85.biz am 28.Juni.2009 initiierten Malwettbewerb für Grundschulen wurden Anfang Dezember im Berliner Jakob-Kaiser-Haus die Sieger prämiert.

Der Aufruf an alle Bildungs- und Kulturministerien wurde in acht Bundesländern aufgegriffen und unterstützt.
Sieben Grundschulen haben die Bewerbungsunterlagen angefordert und es sind 68 wunderschöne Bilder eingereicht worden (Klassenstufe 4,5,6).

Sie signalisieren:
Wir sehen die Zukunft nicht schwarz, sondern malen sie bunt.

Erstaunlich vielfältig sind die jungen Visionen.
Die Bilder spiegeln bekannte und unbekannte Antriebsformen wider und lassen viel Spielraum für Phantasien. Eindeutig ist aber zu erkennen, dass es alternative, umweltschonende Antriebe sind.

Weitere Informationen sowie die zehn schönsten Bilder finden Sie unter: www.biokraftstoffe-brandenburg.de

Auch im Jahr 2010 soll wieder ein bundesweiter Malwettbewerb durchgeführt werden. Falls auch Sie den Malwettbewerb 2010 unterstützen möchten, ist dies natürlich per Spende möglich. Als kleines Dankeschön erhalten Spender ab 15 € ein Poster eines der Top-10-Bilder des Wettbewerbs von 2009. Ansprechpartner ist Herr Stephan Diehn vom Infoportal e85.biz, erreichbar unter Tel. 04193-8900-20.

Weitere Informationen über E85 finden Sie auf www.e85.biz.

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05 Januar 2010

Biokraftstoffe verringern Abhängigkeit von russischem Erdöl

(Berlin) - Biodiesel und Bioethanol aus nachhaltiger, heimischer Produktion verringern im Verkehrsbereich die Abhängigkeit Deutschlands von fossilem Erdöl aus Russland. Im Jahr 2007 hatten Biokraftstoffe einen Anteil von 7,3 Prozent am Kraftstoffmarkt, beim Diesel waren es sogar über 12 Prozent. "Wenn wir nicht in der Lage sind, die Abhängigkeit von unsicheren Lieferanten wie Russland zu reduzieren, ist Deutschland politisch und wirtschaftlich erpressbar. Biokraftstoffe können einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und haben deshalb eine strategische Bedeutung", sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Deutschland importiert nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes etwa 35 Prozent seines Erdöls aus Russland. Wie bereits 2007 hat Russland seit Anfang des Jahres seine Erdöllieferungen an Weißrussland eingestellt - in der Folge war es damals auch in Deutschland zu Lieferengpässen gekommen.

"Neben der Gefahr für die Versorgungssicherheit durch die einseitige Abhängigkeit von Russland als großem Öllieferanten ist die Produktion dort alles andere als nachhaltig", sagte Baumann. Die Erdölgewinnung sei mit gravierenden Umweltschäden und hohen Treibhausgasemissionen verbunden. In Russland werde bei der Förderung Erdölbegleitgas in einer Menge abgefackelt, die mehr als 15 Prozent des jährlichen deutschen Erdgasverbrauchs entspricht. "Auf dem weltweiten Korruptionsindex 2008 steht Russland noch hinter Iran und nur kurz vor der Republik Kongo. Es stellt sich die Frage, ob Deutschland ein Drittel seiner Ölversorgung in die Hände eines solchen Landes legen möchte, oder ob die Alternativen Biodiesel und Bioethanol gefördert werden", sagte Baumann.

Die Europäische Union hat das Potential von Biokraftstoffen erkannt und vorgegeben, dass regenerative Energiequellen bis zum Jahr 2020 einen Anteil von zehn Prozent am Kraftstoffverbrauch haben müssen. "Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung der letzten Bundesregierung vollkommen verfehlt, den Anteil von Biokraftstoffen auf 6,25 Prozent zu reduzieren. Wir fordern für die kommenden Jahre eine angemessene Förderung nachhaltiger Biokraftstoffe, damit die Sicherheit der deutschen Energieversorgung steigt", sagte Baumann.

Quelle/Kontaktadresse:
Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V. (VDB)
Frank Brühning, Pressesprecher
Am Weidendamm 1a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 72625911, Telefax: (030) 72625919

eMail: bruehning@biokraftstoffverband.de
Internet: http://www.biokraftstoffverband.de


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28 Oktober 2009

Neue Bundesregierung will Bio-Kraftstoffmarkt beleben

26. Okt. 2009 Bio-Kraftstoffe sollen in Deutschland künftig eine größere Rolle spielen. Das haben CDU, CSU und FDP im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Ein entsprechendes Gesetz will die neue Bundesregierung bereits für Anfang 2010 erlassen. Spätestens 2013 soll sich die Höhe der Steuerbegünstigungen von Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen am jeweiligen CO2-Reduktionspotential orientieren. Geplant ist zudem die Einführung des mit Bio-Ethanol versetzten Otto-Kraftstoffs E10 als zusätzliches Angebot zu konventionellem Benzin.

Auch zu weiteren verkehrspolitischen Fragen nimmt der Koalitionsvertrag Stellung. So hält auch die neue Regierung an dem Plan fest, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Auch die Weiterentwicklung von Brennstoffzelle und Wasserstoff soll vorangetrieben werden.

Bei der Einrichtung von Umweltzonen in Innenstädten will die Koalition stärker auf Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit achten. Einfahrverbote sollen gelockert werden, so die Einschränkungen in keinem vernünftigen Verhältnis zur Reduzierung der Feinstaubbelastung steht. Bislang lokal unterschiedliche Ausnahmeregelungen für die Einfahrt sollen zudem bundesweit vereinheitlicht werden.

Weiterhin nicht zur Debatte stehen dem Vertrag zufolge ein Tempolimit auf Autobahnen sowie die Einführung der sogenannten Gigaliner mit bis zu 60 Tonnen Gesamtgewicht. Allerdings ist eine maßvolle Erhöhung der Lkw-Größen und -Gewichte denkbar. Chancen und Risiken sollen in einem bundesweiten Feldversuch untersucht werden. (vm/mid)

Q: motor-traffic.de, 28.10.09

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10 September 2009

Bioethanol weiter auf Wachstumskurs

Studie: Bioethanol weiter auf Wachstumskurs

Berlin - Im ersten Halbjahr 2009 ist der Bioethanolverbrauch in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61 Prozent auf 453.000 Tonnen gestiegen. Die Produktion des Biokraftstoffs aus Getreide und Zuckerrüben ist im gleichen Zeitraum um 48 Prozent auf 261.000 Tonnen gewachsen. Dies geht aus einer Analyse von Daten der Bundesanstalt für Ausfuhrkontrolle und der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein durch den Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe hervor. Deutlich bemerkbar mache sich die flächendeckende Einführung von E 5: 73 Prozent des Bioethanolverbrauchs entfallen mittlerweile auf die maximal fünfprozentige Beimischung zu Benzin. Der Anteil von Bioethanol am gesamten Ottokraftstoff sei von 2,6 Volumenprozent im Vorjahreszeitraum auf 4,3 Volumenprozent gestiegen.

Q: IWR.de, 09.09.2009

Weitere Informationen zum Thema Bioethanol finden Sie auf www.e85.biz

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23 Mai 2009

Bundesrat stoppt Biosprit-Gesetz

Der Bundesrat hat die umstrittene Senkung der Beimischungsquote von Biokraftstoffen abgelehnt, die erst Ende April nach langem Hin und Her vom Bundestag beschlossen wurde. Damit sollte die Förderung des Einsatzes von Biosprit deutlich zurückgefahren werden.
Im Bundesrat wurde die geplante Senkung der Beimischungsquote am Freitag abgelehnt. Nun ist der Vermittlungsausschuss angerufen. Die Länder fordern offenbar weitere Steuersenkungen um dem Produktionsrückgang zu begegnen.
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02 Mai 2009

Biokraftstoffe – erneute Uneinigkeit der Koalition schadet Deutschlands Biokraftstoffwirtschaft

Am 23. April wurden im Bundestag die Änderungen zum Biokraftstoffgesetz mehrheitlich verabschiedet. Obwohl viele Abgeordnete von der CDU/ CSU und SPD gegen das Gesetz stimmten, folgte die Mehrzahl der Abgeordneten dem Regierungsvorschlag, erneut die Steuer auf Biodiesel von 15 auf 18 ct/l zu erhöhen. Reinpflanzenöl trifft es noch härter und wird wie Biodiesel dadurch unverkäuflich. Die CSU unter Wortführung ihres Umweltobmanns Joseph Göppel hat einstimmig die sofortige Steuerbefreiung von Biodiesel und Pflanzenöl für den öffentlichen Nahverkehr und eine Halbierung des Steuersatzes für den gewerblichen Güterverkehr, die überlebenswichtig für die deutschen Ölpressen und Biodieselanlagenist, gefordert. Ein diesbezüglicher Antrag wurde aber abgelehnt. Trotz Unterstützung von der FDP und den Grünen reichte es bei der Abstimmung wiederum nicht. Die meisten Abgeordneten der CDU und SPD folgten der Empfehlung der Bundesregierung, die ihre Linie „Mischkraftstoffe statt Reinkraftstoffe“ bereits im Koalitionsvertrag 2005 festschrieb, ohne auf die Experten in den Fraktionen zu hören.

Derzeitig ist bereits 80 % der in Deutschland vorhandenen Produktionskapazität von ca. 5 Mio. t/a Biodiesel und Pflanzenöl stillgelegt, über 3 Mio. deutsche LKW tanken wieder im Ausland und Deutschlands Raps wird exportiert. Damit werden über 50.000 Jobs in der deutschen Wirtschaftskette zerstört.

„Wir erwarten direkt zur Wahl Preissteigerungen an der Tankstelle, weil Biodiesel als mittelständisch produzierter Regionalkraftstoff verschwunden ist. Auch Preissteigerungen bei Milch, Joghurt, Käse, Eiern und Wurstwaren werden die Folge sein, da Rapsschrot als Koppelprodukt bei der Eiweißfutterherstellung aufgrund der Absatzschwäche des Pflanzenöls in Deutschland fehlt. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, gibt es bald keine deutschen Nahrungsmittel mehr, die genfrei produziert werden – was bei Raps aus Deutschland bisher garantiert war.

Die Koalition hätte niemals die „Zwei-Wege-Strategie“ Reinbiokraftstoffe durch den Mittelstand und Beimischung durch die Mineralölindustrie verlassen dürfen. Alle Hoffnungen der Branche liegen jetzt in der Schaffung einer neuen Koalition nach der Bundestagswahl, die die Bedeutung der Reinbiokraftstoffe für Deutschlands Ressourcen und den Umweltschutz sowie die Kopplung an die Eiweißproduktion endlich begreift,“ so Peter Schrum, Präsident des BBK.

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Biokraftstoffe

Unabhängig davon, was die Mineralölkonzerne verlauten lassen, sind die weltweiten Reserven an Erdöl durchaus begrenzt. So kommt das Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe in einer Studie aus dem Jahr 2004 zu dem Schluss: „Der „depletion mid-point“, bei dem die Hälfte des vermuteten Erdöls gefördert ist, dürfte innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre erreicht werden. Biokraftstoffe bilden hier einen interessanten Ansatzpunkt. Biodiesel, Bioethanol und Pflanzenöl sind die drei wichtigsten Biokraftstoffe, die langfristig eine wichtige Rolle im Energiemix spielen können. Sie bieten den Vorteil, dass sie den fossilen Treibstoffen in vieler Hinsicht recht ähnlich sind. Im Gegensatz zu Biodiesel und Pflanzenöl, die als alternative Kraftstoffe für Dieselmotoren in Betracht kommen, kann Bioethanol bei Fahrzeugen mit Ottomotor eingesetzt werden.

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