19 Oktober 2010

Länder wollen reine Biokraftstoffe stärken

Bayern hat sich im Bundesrat mit seiner Forderung nach besseren Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe durchgesetzt.

Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mitteilte, stimmten die Länder mehrheitlich dem bayerischen Antrag zu, durch gezielte steuerliche Anreize den Absatz von Biokraftstoffen in Reinform wie Biodiesel, Pflanzenölkraftstoff, E85, Biomethan und künftig auch BtL und Ethanol aus Cellulose anzukurbeln. Laut Brunner reichen die derzeitigen nationalen Vorgaben und steuerlichen Rahmenbedingungen nicht aus, um den im Verkehrssektor bis 2020 EU-weit angestrebten Mindestanteil von zehn Prozent erneuerbaren Energieträgern erfüllen zu können.

„Das ist mit der bislang geplanten Ausrichtung allein auf die Beimischung von Biokraftstoffen nicht zu schaffen“, sagte der Minister. Denn die hierfür ab 2015 geltenden Mindestanteile seien auf die Vermeidung von Treibhausgasen abgestellt - und hierfür sind wegen der ständigen Verbesserung der Biokraftstoffe energetisch gesehen immer geringere Mengen erforderlich. Brunner sieht den Beschluss des Bundesrats deshalb als „wichtiges Signal an den Bund, neben der Beimischung stärker auch auf die Biokraftstoffe in Reinform zu setzen“. Das entspreche auch dem Ziel des Koalitionsvertrags, den Markt für reine Biokraftstoffe wiederzubeleben. Dem Minister zufolge soll mit der Initiative zudem die Erzeugung von Kraftstoff und Eiweißfuttermitteln bei den in der Regel bäuerlich betriebenen dezentralen Ölmühlen gestärkt werden.

Quelle: Proplanta.de, 18.10.2010

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22 September 2010

Bayern startet Bundesratsinitiative für Biokraftstoffe

Mit einer Bundesratsinitiative will Bayern die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Biokraftstoffen verbessern und damit Umwelt und heimische Landwirtschaft zusätzlich unterstützen. Das hat das Kabinett gestern beschlossen. Laut Landwirtschaftsminister Helmut Brunner reichen die bisherigen nationalen Vorgaben nicht aus, um die ab 2020 geltenden EU-weiten Mindestquoten für erneuerbare Energien im Verkehrssektor tatsächlich erfüllen zu können.

Der bayerische Antrag zielt deshalb darauf ab, durch gezielte steuerliche Anreize den Absatz von Biokraftstoffen in Reinform wie Biodiesel, Pflanzenölkraftstoff, E85 (Benzin mit 85 Prozent Ethanolanteil), Biomethan und künftig auch sogenanntes BtL (Biokraftstoffe aus Pflanzen-Reststoffen und Ganzpflanzen) und Ethanol aus Cellulose anzukurbeln. Brunner: „Die Förderung von Biokraftstoffen muss so ausgestaltet werden, dass bis 2020 der von der EU geforderte energetische Anteil von zehn Prozent Biokraftstoff auch tatsächlich erreicht werden kann. Dafür brauchen wir bessere steuerlichen Rahmenbedingungen. Mit der derzeitigen Ausrichtung allein auf die Beimischung von Biokraftstoffen ist das 10-Prozent-Ziel nicht zu schaffen.“

Die hierfür in Deutschland ab 2015 geltenden Mindestanteile sind laut Brunner ausschließlich auf die Vermeidung von Treibhausgasen abgestellt - und hierfür sind wegen der ständigen Effizienz-Verbesserung der Biokraftstoffe energetisch gesehen immer geringere Biokraftstoffmengen notwendig, was zu einem Verfehlen des EU-Ziels führt.

Bayern fordert deshalb, neben der Beimischung auch stärker auf die Biokraftstoffe in Reinform zu setzen. Das entspricht laut Brunner dem Ziel des Koalitionsvertrags, den Markt für reine Biokraftstoffe wiederzubeleben. Daher will der Freistaat mit der Initiative auch die Erzeugung von Kraftstoff und Eiweißfuttermitteln bei den in der Regel bäuerlich betriebenen dezentralen Ölmühlen stärken.

Quelle: topagrar.com, 22.09.2010

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03 Mai 2010

Biospritproduktion nimmt in Österreich weiter zu

Die Produktion von Biokraftstoffen hat in Österreich im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Wie die Arbeitsgemeinschaft Flüssige Biokraftstoffe (ARGE Biokraft) mitteilte, wurden 2009 rund 323.000 Tonnen Biodiesel und 138.000 Tonnen Bioethanol hergestellt. Seit 2006 habe die Biodieselproduktion damit um 165 Prozent zugenommen, die Erzeugung von Bioethanol habe sich seit 2008 beinahe verdoppelt. „Wir rechnen damit, dass der Anteil der Biokraftstoffe im Energiemix auch in den kommenden Jahren weiter zunimmt“, sagte Reinhard Thayer, Geschäftsführer der ARGE Biokraft. In Österreich spielten Bioethanol und Biodiesel zurzeit vor allem in der Beimischung zu fossilen Kraftstoffen eine Rolle. Nach Angaben der ARGE Biokraft liegt der biogene Anteil von Benzin bei fünf Volumen-Prozent. Für Dieselkraftstoff wurde im Februar 2009 eine siebenprozentige Beimischung eingeführt. So konnten die Mitgliedsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft bereits vergangenes Jahr rund 203.000 Tonnen an die Mineralölindustrie liefern. Auf dem österreichischen Biodiesel-Reinkraftstoffmarkt setzten die Biokraftstoffunternehmen der ARGE Biokraft rund 102.000 Tonnen ab.

Quelle: euwid-energie.de, 28.04.2010

Weitere Informationen über Bioethanol-Kraftstoffe finden Sie auf www.e85.biz.

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05 Januar 2010

Biokraftstoffe verringern Abhängigkeit von russischem Erdöl

(Berlin) - Biodiesel und Bioethanol aus nachhaltiger, heimischer Produktion verringern im Verkehrsbereich die Abhängigkeit Deutschlands von fossilem Erdöl aus Russland. Im Jahr 2007 hatten Biokraftstoffe einen Anteil von 7,3 Prozent am Kraftstoffmarkt, beim Diesel waren es sogar über 12 Prozent. "Wenn wir nicht in der Lage sind, die Abhängigkeit von unsicheren Lieferanten wie Russland zu reduzieren, ist Deutschland politisch und wirtschaftlich erpressbar. Biokraftstoffe können einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und haben deshalb eine strategische Bedeutung", sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Deutschland importiert nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes etwa 35 Prozent seines Erdöls aus Russland. Wie bereits 2007 hat Russland seit Anfang des Jahres seine Erdöllieferungen an Weißrussland eingestellt - in der Folge war es damals auch in Deutschland zu Lieferengpässen gekommen.

"Neben der Gefahr für die Versorgungssicherheit durch die einseitige Abhängigkeit von Russland als großem Öllieferanten ist die Produktion dort alles andere als nachhaltig", sagte Baumann. Die Erdölgewinnung sei mit gravierenden Umweltschäden und hohen Treibhausgasemissionen verbunden. In Russland werde bei der Förderung Erdölbegleitgas in einer Menge abgefackelt, die mehr als 15 Prozent des jährlichen deutschen Erdgasverbrauchs entspricht. "Auf dem weltweiten Korruptionsindex 2008 steht Russland noch hinter Iran und nur kurz vor der Republik Kongo. Es stellt sich die Frage, ob Deutschland ein Drittel seiner Ölversorgung in die Hände eines solchen Landes legen möchte, oder ob die Alternativen Biodiesel und Bioethanol gefördert werden", sagte Baumann.

Die Europäische Union hat das Potential von Biokraftstoffen erkannt und vorgegeben, dass regenerative Energiequellen bis zum Jahr 2020 einen Anteil von zehn Prozent am Kraftstoffverbrauch haben müssen. "Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung der letzten Bundesregierung vollkommen verfehlt, den Anteil von Biokraftstoffen auf 6,25 Prozent zu reduzieren. Wir fordern für die kommenden Jahre eine angemessene Förderung nachhaltiger Biokraftstoffe, damit die Sicherheit der deutschen Energieversorgung steigt", sagte Baumann.

Quelle/Kontaktadresse:
Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V. (VDB)
Frank Brühning, Pressesprecher
Am Weidendamm 1a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 72625911, Telefax: (030) 72625919

eMail: bruehning@biokraftstoffverband.de
Internet: http://www.biokraftstoffverband.de


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16 Oktober 2009

Schwarz-Gelb – Regenerative Kraftstoffbranche zwischen Hoffnung und Angst

Wende zur politischen Verlässlichkeit auf dem Prüfstein

Berlin /Erkner (BBK) 16.10.2009 – Schwarz-Gelb hat die Bundestagswahl 2009 gewonnen. Sowohl die CDU/ CSU als auch die FDP haben vor der Wahl klare Zusagen für den Bereich der biogenen und regenerativen Kraftstoffe für die zukünftige Mobilität gemacht.

Anlass zu Hoffnungen

Sowohl die CDU/ CSU als auch die FDP haben fest zugesagt, die ungerechte Besteuerung von Reinbiodiesel und Pflanzenöl umgehend abzustellen und für den öffentlichen Nahverkehr und den gewerblichen Transportbereich eine faire dynamische Steuer einzuführen, die den Tanktourismus von mehr als 3 Mio deutschen LKWs endlich stoppt.

Anlass zur Sorge

Vor der Wahl haben sich die CDU/ CSU als auch die FDP eindeutig zum EEG bekannt. Hieran darf keine Partei rütteln, um nicht wieder, wie bei den Biokraftstoffen, einen gesunden Markt zu zerstören. Vor allem im Solar- und Biogasbereich sorgt das EEG für Wirtschaftswachstum und Stabilität in den ländlichen Räumen. Das EEG ist die große wirtschaftliche Stütze des Mittelstandes und darf nicht durch nebulöse Spekulationen in Frage gestellt werden.

Einige CDU-Abgeordnete stellen immer wieder die NaWaRo-Bonus-Vergütung für Biogas auf den Prüfstein, obwohl die Biogasproduktion im ländlichen Raum die einzige Alternative zur gebeutelten Milchproduktion ist. Dieses ist für die Stimmung der finanzierenden Banken extrem schädlich. CDU- und FDP-Abgeordnete diskutieren auch nach der Wahl öffentlich negativ über die im EEG festgelegten Vergütungen für die Photovoltaik, obwohl das EEG jährliche Senkungen der Einspeisevergütung von fast 10 % pro Jahr vorsieht und dadurch bereits einen technischen Fortschritt vorgibt. Das bedeutet, dass wir in wenigen Jahren auf die Stromkosten kommen, die der Verbraucher schon heute bezahlt. Da mehr als 50.000 Jobs allein in der Solarwirtschaft im handwerklichen Bereich aufgebaut worden sind, wäre es fatal, diese positive Entwicklung auch für die solare Mobilität – den E-Car-Bereich – zu gefährden.

„Das EEG ist umlagefinanziert, d.h. es belastet den Bundesfinanzhaushalt nicht. Vor allem der Mittelstand puscht den Arbeitsmarkt in diesem Bereich. Diskussionen über Vergütungssenkungen bewirken nur, dass im PV-Bereich ausländische Dünnschichtproduzenten den noch funktionierenden deutschen PV-Markt überschwemmen und deutsche Jobs vernichten, wie es das Beispiel Biodiesel gezeigt hat. Das, was mittelstandsgetrieben läuft und keine Steuern kostet, darf man vor allem in der Zeit der Wirtschaftskrise nicht diskutieren“ so Peter Schrum, Präsident des BBK.

„Bei Reinbiodiesel B 100 und Pflanzenöl liegen von den jetzigen Regierungsparteien klare Versprechen zur Kursänderung vor. Hier möchten wir die CDU/CSU und die FDP bei dem Versprechen, den gegenwärtigen ruinösen Zustand der Mittelstandskraftstoffe B100 und Pflanzenöl durch Einführung einer dynamischen Steuer wieder zu korrigieren, in die Pflicht nehmen. Dadurch können in Deutschland wieder Hunderttausende Jobs entstehen und der Tanktourismus von über 3 Mio LKWs wird endlich beendet. Ansonsten flaggen auch noch die deutschen Spediteure aus, die heute sowieso im Ausland tanken und weitere 50.000 Jobs gehen verloren. Ein funktionierender B100-Markt holt wie 2004 die Grenztanker an deutsche Zapfsäulen zurück. Besser weniger Steuern auf Biodiesel, als gar keine Einnahmen, wie es jetzt der Fall ist.

Auf unserem 5. BBK GreenGas-Kongress am 12. November 2009 in Berlin haben Dr. Joachim Pfeiffer, MdB (CDU) und Frau Dr. Christel Happach-Kasan, MdB (FDP) ihre politischen Statements zugesagt. Die Teilnehmer warten gespannt und hoffnungsvoll auf die Wende zur Verlässlichkeit “ so Peter Schrum weiter.

Pressemitteilung des BBK Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe e.V., 16.10.2009

Weitere Informationen über Ethanokraftstoffe finden Sie auf www.e85.biz.

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02 Mai 2009

Biokraftstoffe – erneute Uneinigkeit der Koalition schadet Deutschlands Biokraftstoffwirtschaft

Am 23. April wurden im Bundestag die Änderungen zum Biokraftstoffgesetz mehrheitlich verabschiedet. Obwohl viele Abgeordnete von der CDU/ CSU und SPD gegen das Gesetz stimmten, folgte die Mehrzahl der Abgeordneten dem Regierungsvorschlag, erneut die Steuer auf Biodiesel von 15 auf 18 ct/l zu erhöhen. Reinpflanzenöl trifft es noch härter und wird wie Biodiesel dadurch unverkäuflich. Die CSU unter Wortführung ihres Umweltobmanns Joseph Göppel hat einstimmig die sofortige Steuerbefreiung von Biodiesel und Pflanzenöl für den öffentlichen Nahverkehr und eine Halbierung des Steuersatzes für den gewerblichen Güterverkehr, die überlebenswichtig für die deutschen Ölpressen und Biodieselanlagenist, gefordert. Ein diesbezüglicher Antrag wurde aber abgelehnt. Trotz Unterstützung von der FDP und den Grünen reichte es bei der Abstimmung wiederum nicht. Die meisten Abgeordneten der CDU und SPD folgten der Empfehlung der Bundesregierung, die ihre Linie „Mischkraftstoffe statt Reinkraftstoffe“ bereits im Koalitionsvertrag 2005 festschrieb, ohne auf die Experten in den Fraktionen zu hören.

Derzeitig ist bereits 80 % der in Deutschland vorhandenen Produktionskapazität von ca. 5 Mio. t/a Biodiesel und Pflanzenöl stillgelegt, über 3 Mio. deutsche LKW tanken wieder im Ausland und Deutschlands Raps wird exportiert. Damit werden über 50.000 Jobs in der deutschen Wirtschaftskette zerstört.

„Wir erwarten direkt zur Wahl Preissteigerungen an der Tankstelle, weil Biodiesel als mittelständisch produzierter Regionalkraftstoff verschwunden ist. Auch Preissteigerungen bei Milch, Joghurt, Käse, Eiern und Wurstwaren werden die Folge sein, da Rapsschrot als Koppelprodukt bei der Eiweißfutterherstellung aufgrund der Absatzschwäche des Pflanzenöls in Deutschland fehlt. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, gibt es bald keine deutschen Nahrungsmittel mehr, die genfrei produziert werden – was bei Raps aus Deutschland bisher garantiert war.

Die Koalition hätte niemals die „Zwei-Wege-Strategie“ Reinbiokraftstoffe durch den Mittelstand und Beimischung durch die Mineralölindustrie verlassen dürfen. Alle Hoffnungen der Branche liegen jetzt in der Schaffung einer neuen Koalition nach der Bundestagswahl, die die Bedeutung der Reinbiokraftstoffe für Deutschlands Ressourcen und den Umweltschutz sowie die Kopplung an die Eiweißproduktion endlich begreift,“ so Peter Schrum, Präsident des BBK.

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Biokraftstoffe

Unabhängig davon, was die Mineralölkonzerne verlauten lassen, sind die weltweiten Reserven an Erdöl durchaus begrenzt. So kommt das Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe in einer Studie aus dem Jahr 2004 zu dem Schluss: „Der „depletion mid-point“, bei dem die Hälfte des vermuteten Erdöls gefördert ist, dürfte innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre erreicht werden. Biokraftstoffe bilden hier einen interessanten Ansatzpunkt. Biodiesel, Bioethanol und Pflanzenöl sind die drei wichtigsten Biokraftstoffe, die langfristig eine wichtige Rolle im Energiemix spielen können. Sie bieten den Vorteil, dass sie den fossilen Treibstoffen in vieler Hinsicht recht ähnlich sind. Im Gegensatz zu Biodiesel und Pflanzenöl, die als alternative Kraftstoffe für Dieselmotoren in Betracht kommen, kann Bioethanol bei Fahrzeugen mit Ottomotor eingesetzt werden.

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28 April 2009

Ethanol bald in der Luft

Die holländische Firma Pal-V Europe baut für Hilfsdienste ein fliegendes Auto. Der Name Pal-V steht für Personal Air/Land Vehicle (persönliches Flug- und Fahrzeug).
Das Fahrzeug ist eine Mischung aus Dreirad und Gyrocopter. Als Antrieb für das Pal-V dienen kleine Automotoren, die mit Benzin, Diesel, Biodiesel oder Bio-Ethanol angetrieben werden können. Der Hersteller gibt sowohl für die Straße, wie auch für die Luft eine Spitzengeschwindigkeit von rund 200 km/h an.

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18 August 2008

Verbio: Umsatz- und Ergebnisverbesserung im ersten Halbjahr

Leipzig/Zörbig – Der Biokraftstoffproduzent VERBIO aus Leipzig hat Umsatz und Ergebnis im 1. Halbjahr 2008 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gesteigert. Die Umsatzerlöse per 30. Juni 2008 stiegen um 46,6 Prozent auf 298,8 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Warentermingeschäften stieg auf 10,2 Mio. Euro nach 1,1 Mio. Euro im Vorjahr. VERBIO verfügte zum 30. Juni 2008 über liquide Mittel in Höhe von 73,8 Mio. Euro, das entspricht einem Plus von 16,7 Mio. Euro gegenüber 57,1 Mio. Euro zum Jahresende 2007.

Mit einer Zuwachsrate von 10 Prozent beim Absatz konnte sich VERBIO vom Absatzrückgang des Gesamtmarktes im Biodieselgeschäft abkoppeln und Marktanteile gewinnen. Ebenfalls positiv entwickelt habe sich gegenüber den beiden Vorquartalen der Bioethanolabsatz, so das Unternehmen.

Ziel von VERBIO ist es, in Zukunft seine Position als zuverlässiger, finanzstarker Lieferant und Partner zu stärken. Dabei sollen sowohl die Konsolidierung im Biodieselmarkt als auch die Positionierung als Biokraftstoffproduzent und –lieferant mittelfristig zu stabileren Erträgen und Cashflows führen. Im Segment Biodiesel soll die hohe Kapazitätsauslastung des Vorjahres übertroffen werden. VERBIO erwartet, dass die Produktionskapazität der Bioethanolanlage in Schwedt/Oder bis zum Jahresende ausgelastet werden kann.

Q: IWR.de, 18.08.2008

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25 Januar 2007

USA forciert Einsatz von Bioethanol – Deutschland hinkt hinterher

Original-Pressemitteilung vom 24.01.2007

Herausgeber:

Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)

Münster (iwr-pressedienst) - In seiner gestrigen Rede zur Lage der Nation hat US-Präsident George W. Bush das Ziel bekannt gegeben, die Importabhängigkeit vom Öl zu reduzieren und bis 2017 den Verbrauch fossiler Treibstoffe um 20 Prozent zu reduzieren. Hierzu soll der Beitrag regenerativer Treibstoffe wie Biodiesel und Bioethanol auf 35 Mrd. US-Gallonen (rd. 110 Mio. Tonnen) steigen und verstärkt in Bioethanolanlagen investiert werden. Die amerikanischen Produktionskapazitäten für Bioethanol belaufen sich Ende 2006 auf 5,4 Mrd. Gallonen (16,1 Mio. Tonnen) und werden bis Anfang 2008 auf 10,8 Mrd. Gallonen (32,3 Mio. Tonnen) nahezu verdoppelt, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit.

Weltweit wurden im Jahr 2005 ca. 35 Mio. Tonnen Bioethanol produziert, davon entfallen 72% auf die USA (12,81 Mio. Tonnen) und Brasilien (12,69 Mio. Tonnen). Der europäische Anteil an der weltweiten Bioethanol-Produktion ist im Jahr 2005 noch gering. Mit 0,72 Mio. Tonnen Ethanol führt Frankreich vor Spanien (0,3 Mio. Tonnen) und Deutschland (0,28 Mio. Tonnen). In Deutschland kann der Bioethanol-Kraftstoff (Benzinfahrzeuge) unter der Bezeichnung E 85 derzeit an rund 100 Tankstellen bezogen werden. Nach dem IWR-Bioethanol-Preisindex kostet E85 an deutschen Zapfsäulen im Januar 2007 im Mittel 93,3 Cent je Liter.


Münster, den 24. Januar 2007

Q: IWR

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