11 Oktober 2010

Bundestag: E10 kommt ab 2011

Berlin: Der Bundestag hat am Donnerstagabend einer EU-Richtlinie zugestimmt. Zukünftig dürfen bei Kraftstoffen zehn Prozent anstatt fünf Prozent Ethanol zugeführt werden.

Ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz. Die EU will bis 2020 im Rahmen ihres Klimapakets den Anteil erneuerbarer Energien (im Verkehr) auf zehn Prozent erhöhen. Das zuführen von Ethanol hat dabei eine entscheidende Rolle, da dieser Stoff aus stärkehaltigen Pflanzen wie Mais gewonnen wird.

Eine Sonderregelung für alte Autos gibt es allerdings. Bis 2013 muss Kraftstoff mit fünfprozentigem Anteil an Ethanol angeboten werden, da viele ältere Autos den hohen Ethanol-Anteil nicht vertragen.

Quelle: shortnews.de, 08.10.2010

Informationen über die E10-Verträglichkeit vieler Hersteller und Modelle finden Sie auf www.e85.biz.

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15 Juli 2009

Kustner ärgert sich über "Handschrift der Mineralölkonzerne"

Der Bundestag hat in seiner letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause neue Nachhaltigkeitsstandards für flüssige Biomasse und niedrigere Emissionsgrenzwerte für Kleinfeuerungsanlagen beschlossen.
„Die Nachhaltigkeitsverordnung ist ein wahres Bürokratiemonster. Für unsere heimischen Landwirte bedeutet das zusätzliche Auflagen und Bürokratie. Und das alles ohne einen Zugewinn an Nachhaltigkeit“, ärgert sich Franz Kustner (CSU), Vorsitzender des bayerischen Fachausschusses für Nachwachsende Rohstoffe, über die Beschlüsse.
Bioenergie bedeute für die Mineralölindustrie Einnahmenausfälle in Milliardenhöhe. Dies begründe das vehemente und verantwortungslose Vorgehen der Mineralöllobby, erklärt Kustner. Mehr unter Biomasse

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23 Mai 2009

Bundesrat stoppt Biosprit-Gesetz

Der Bundesrat hat die umstrittene Senkung der Beimischungsquote von Biokraftstoffen abgelehnt, die erst Ende April nach langem Hin und Her vom Bundestag beschlossen wurde. Damit sollte die Förderung des Einsatzes von Biosprit deutlich zurückgefahren werden.
Im Bundesrat wurde die geplante Senkung der Beimischungsquote am Freitag abgelehnt. Nun ist der Vermittlungsausschuss angerufen. Die Länder fordern offenbar weitere Steuersenkungen um dem Produktionsrückgang zu begegnen.
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02 Mai 2009

Biokraftstoffe – erneute Uneinigkeit der Koalition schadet Deutschlands Biokraftstoffwirtschaft

Am 23. April wurden im Bundestag die Änderungen zum Biokraftstoffgesetz mehrheitlich verabschiedet. Obwohl viele Abgeordnete von der CDU/ CSU und SPD gegen das Gesetz stimmten, folgte die Mehrzahl der Abgeordneten dem Regierungsvorschlag, erneut die Steuer auf Biodiesel von 15 auf 18 ct/l zu erhöhen. Reinpflanzenöl trifft es noch härter und wird wie Biodiesel dadurch unverkäuflich. Die CSU unter Wortführung ihres Umweltobmanns Joseph Göppel hat einstimmig die sofortige Steuerbefreiung von Biodiesel und Pflanzenöl für den öffentlichen Nahverkehr und eine Halbierung des Steuersatzes für den gewerblichen Güterverkehr, die überlebenswichtig für die deutschen Ölpressen und Biodieselanlagenist, gefordert. Ein diesbezüglicher Antrag wurde aber abgelehnt. Trotz Unterstützung von der FDP und den Grünen reichte es bei der Abstimmung wiederum nicht. Die meisten Abgeordneten der CDU und SPD folgten der Empfehlung der Bundesregierung, die ihre Linie „Mischkraftstoffe statt Reinkraftstoffe“ bereits im Koalitionsvertrag 2005 festschrieb, ohne auf die Experten in den Fraktionen zu hören.

Derzeitig ist bereits 80 % der in Deutschland vorhandenen Produktionskapazität von ca. 5 Mio. t/a Biodiesel und Pflanzenöl stillgelegt, über 3 Mio. deutsche LKW tanken wieder im Ausland und Deutschlands Raps wird exportiert. Damit werden über 50.000 Jobs in der deutschen Wirtschaftskette zerstört.

„Wir erwarten direkt zur Wahl Preissteigerungen an der Tankstelle, weil Biodiesel als mittelständisch produzierter Regionalkraftstoff verschwunden ist. Auch Preissteigerungen bei Milch, Joghurt, Käse, Eiern und Wurstwaren werden die Folge sein, da Rapsschrot als Koppelprodukt bei der Eiweißfutterherstellung aufgrund der Absatzschwäche des Pflanzenöls in Deutschland fehlt. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, gibt es bald keine deutschen Nahrungsmittel mehr, die genfrei produziert werden – was bei Raps aus Deutschland bisher garantiert war.

Die Koalition hätte niemals die „Zwei-Wege-Strategie“ Reinbiokraftstoffe durch den Mittelstand und Beimischung durch die Mineralölindustrie verlassen dürfen. Alle Hoffnungen der Branche liegen jetzt in der Schaffung einer neuen Koalition nach der Bundestagswahl, die die Bedeutung der Reinbiokraftstoffe für Deutschlands Ressourcen und den Umweltschutz sowie die Kopplung an die Eiweißproduktion endlich begreift,“ so Peter Schrum, Präsident des BBK.

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27 April 2009

Bundestag beschließt neue Biokraftstoffquoten

Der Bundestag hat gestern die Regierungsvorlage zur Änderung der Förderung von Biokraftstoffen gebilligt. Mit der gegenüber der ursprünglichen Biokraftstoffquote beschlossenen Reduzierung haben Bundesregierung und Parlament auf den vor einem Jahr von Bundesumweltminister Gabriel verfügten Stopp von 10 % Ethanolanteil im Benzin reagiert. Auf europäischer Ebene ist jedoch zukünftig mit der Einführung dieses E10-Kraftstoffs zu rechnen. Die UFOP fordert daher für diesen Fall schon jetzt eine Wiederanhebung der Biokraftstoffquote auf die ursprünglichen Anteile, da mit der neuen Gesamtquote zukünftig alle Biokraftstoffe miteinander konkurrieren.

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31 März 2009

Bundestag bläst strittiges Biosprit-Gesetz ab

Die Koalitionsfraktionen haben die Entscheidung über die künftige Rolle von Biokraftstoffen an Tankstellen erneut vertagt. In letzter Minute wurde der Punkt von der Tagesordnung abgesetzt. «Heute ist ein unglücklicher Kompromiss von der Tagesordnung gestrichen worden», sagte der CDU-Abgeordnete Norbert Schindler. «Die Senkung der Biokraftstoffanteile in Benzin und Diesel hätte eine stärkere Nutzung fossiler Kraftstoffe und eine Reduzierung des Einsatzes von Biokraftstoffen um 19 Prozent bedeutet», beklagte Schindler, der auch Vorsitzender des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft ist.

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