04 Januar 2011

Nachhaltigkeitsvorschriften für Bioethanol in Kraft getreten

Seit dem Jahreswechsel gelten die Nachhaltigkeitsvorschriften der Erneuerbare Energien-Richtlinie für Biokraftstoffe. Somit darf ab sofort nur noch Bioethanol mit einem amtlich kontrollierten Nachhaltigkeitszertifikat zu Benzin beigemischt werden. Alle deutschen Bioethanol-Anlagen erfüllen die Nachhaltigkeitsanforderungen.

Hersteller sind vorbereitet

„Die deutsche Bioethanolwirtschaft befürwortet die Nachhaltigkeitsanforderungen, die sicherstellen, dass Bioethanol unabhängig von seiner Herkunft einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, erklärt BDBe-Geschäftsführer Dietrich Klein anlässlich des In-Kraft-Tretens der Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe zum Jahreswechsel. „Die Hersteller sind vorbereitet: Alle großen deutschen Bioethanolanlagen haben die Audits abgeschlossen und liefern bereits zertifiziert nachhaltiges Bioethanol.“

Regenwaldschutz und CO2-Reduktion

Die EU-Nachhaltigkeitsvorschriften stellen sicher, dass nur solches Bioethanol zum Einsatz kommt, das die Treibhausgasemissionen erheblich vermindert und nicht von ökologisch wertvollen Flächen stammt. Dies bedeutet unter anderem, dass für Bioethanol kein Regenwald gerodet werden darf und seine CO2-Emissionen mindestens um 35 Prozent geringer sein müssen als bei Benzin.

Deutsche Anlagen übertreffen EU-Vorgaben

Der BDBe weist darauf hin, dass heimisches Bioethanol schon heute in höherem Maße zum Klimaschutz beiträgt als von der EU gefordert: „Die CO2-Einsparung mit Bioethanol aus deutscher Erzeugung liegt mit ca. 50 Prozent deutlich über dem vorgeschriebenen Mindestwert. In den nächsten Jahren wird die CO2-Einsparung wegen technologischer Fortschritte in den Bioethanolanlagen auf ca. 70 Prozent steigen“, so BDBe-Geschäftsführer Klein.

EU-Richtlinie Erneuerbare Energien

Hintergrund für die Zertifizierung ist die EU-Richtlinie Erneuerbare Energien (2009/28/EG). Sie legt die Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen fest und wurde mit der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung in deutsches Recht umgesetzt. In Deutschland existieren derzeit mit REDcert und ISCC zwei von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung anerkannte Zertifizierungssysteme.

Quelle: bdbe.de, 03.01.2011

Weitere Informationen über Bioethanol finden Sie auf e85.biz.

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08 September 2010

Biokraftstoffe sind wesentlicher Baustein der Mobilität der Zukunft

Deutsche Bioethanolwirtschaft begrüßt klare Positionierung zu Biokraftstoffen im Energiekonzept der Bundesregierung:
Biokraftstoffe sind wesentlicher Baustein der Mobilität der Zukunft


In ihrem am 6. September vorgestellten Entwurf eines Energiekonzepts betont die Bundesregierung die Bedeutung von Biokraftstoffen für die Mobilität der Zukunft und spricht sich für eine höhere Beimischung von Bioethanol zu Benzin aus. Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe begrüßt die klare Positionierung der Bundesregierung zu Biokraftstoffen: „Das Energiekonzept macht deutlich, dass Versorgungssicherheit, Klima- und Umweltschutz sowie Wirtschaftlichkeit im Verkehr auch langfristig nur mit mehr Biokraftstoffen erreichbar sind. Bioethanol wird in höheren Beimischungen, beispielsweise als E20, wesentlich dazu beitragen, dass wir in Zukunft Nachhaltigkeit und Mobilität verbinden können“, so BDBe-Vorsitzender MdB Norbert Schindler.

CO2-Vermeidungspotenzial ausschöpfen

Die Ankündigung der Bundesregierung, die Umstellung des Biokraftstoffquotensystems auf CO2-Vermeidungsquoten vorzuziehen, bewertet der BDBe als einen wichtigen Schritt, um das CO2-Vermeidungspotenzial von Biokraftstoffen voll auszuschöpfen. Die deutsche Biokraftstoffwirtschaft hat dies bereits im März dieses Jahres in einem gemeinsamen Memorandum gefordert.

Biokraftstoffe leisten wesentlichen Beitrag für 10%-Ziel

Der BDBe unterstützt die im Energiekonzept angekündigte Förderinitiative für die Weiterentwicklung von Biokraftstoffen. Technologien zur Erzeugung beispielsweise von Bioethanol aus Reststoffen befinden sich in der Entwicklungsphase, sind derzeit aber noch nicht marktreif. Die bereits heute verfügbaren Biokraftstoffe wie Bioethanol aus Getreide und Zuckerrüben erfüllen die EU-Nachhaltigkeitskriterien und werden den wesentlichen Beitrag leisten, um das EU-Ziel von mindestens 10 Prozent erneuerbaren Energien im Verkehr bis 2020 zu erreichen.

Quelle: BDBe.de, 08.09.2010

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09 August 2010

Bundesregierung rechnet mit 20 Prozent EE-Anteil bis 2020

Berlin - Das Bundeskabinett hat den von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen vorgelegten Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energie beschlossen. Darin geht die Bundesregierung davon aus, dass das verbindliche Ziel von 18 Prozent erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch im Jahre 2020 nicht nur erreicht, sondern mit einem erwarteten Anteil von knapp 20 Prozent übertroffen werde. Röttgen: "Der Weg ins regenerative Zeitalter ist ehrgeizig und technisch anspruchsvoll. Um unsere Ziele zu erreichen, muss auch die Energieeffizienz deutlich steigen. Zudem ist für den erwarteten Ausbau der Offshore-Windenergie und den wachsenden Stromhandel auch der Ausbau der Stromnetze und der Speicherkapazitäten erforderlich. Hier wird das Energiekonzept der Bundesregierung deutliche Akzente setzen."

Für die einzelnen Sektoren ergeben sich nach Schätzungen der Bundesregierung im Aktionsplan für 2020 ein Anteil von 15,5 Prozent erneuerbare Energien im Bereich Wärme/Kälte, ein Anteil von 38,6 Prozent am Strom und ein Anteil von 13,2 Prozent im Verkehr.

Quelle: IWR.de, 09.08.2010

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19 Februar 2009

Erneuerbare Energie 2008

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) hat am 7. Januar die ersten umfassenden Zahlen über die Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Quellen im Jahr 2008 veröffentlicht. Danach wurde 2008 fast jede zehnte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde aus Erneuerbarer Energie erzeugt (Anteil am Endenergieverbrauch 9,6 Prozent). Deutlichen Zuwachs gab es nur noch bei Bioethanol, dessen bereitgestellte Energiemenge von 3,4 auf 4,3 Mrd. kWh anstieg.

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21 Dezember 2008

Weg frei für Biokraftstoffe

EU-Ministerrat und Europäisches Parlament haben eine Einigung über die Richtlinie zur Förderung Erneuerbarer Energien erzielt und damit in allen EU-Mitgliedstaaten den Weg für die Einführung von Biokraftstoffen freigemacht.Die deutsche Bioethanolwirtschaft bewertet die Einigung von EU-Ministerrat und Europäischem Parlament über die Richtlinie Erneuerbare Energien als entscheidenden Schritt für die Markteinführung von Bioethanol in allen 27 EU-Mitgliedstaaten.In der Richtlinie wird ein bis zum Jahr 2020 zu erreichender Mindestanteil von zehn Prozent Biokraftstoffen im europäischen Kraftstoffmarkt verbindlich festgelegt.

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09 Dezember 2008

Umweltfreundliche Agrotreibstoffe

Brasilien sei Weltmeister in der Nutzung von erneuerbaren Energien. Biomasse und Wasserkraft deckten rund 46 Prozent des nationalen Energieverbrauchs ab. Und seit diesem Jahr fahren erstmals in der Geschichte Brasiliens mehr Autos mit Alkohol aus heimischem Zuckerrohr als mit Benzin. Das sei ein Erfolg des 1975 gestarteten Pro-Alkoholprogramms.

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11 November 2008

Das Abenteuer geht weiter

Abenteurer Matthias Jeschke hat eine Vision, eine Botschaft. Mit der ungewöhnlichen Expedition möchte er für den Klimaschutz werben.
"Wir wollen nicht nur auf spektakuläre Weise die Welt umrunden", sagt Jeschke bei seinem Zwischenstopp in Berlin. "Wir verstehen das Projekt ,Paris-New York-Transcontinental' als ein Instrument, um auf spektakuläre Weise eine maximale Öffentlichkeitswirkung für das Thema CO2-neutrale Projektbilanzen, erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu erzielen." Mehr unter Bio-Jeep

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22 September 2008

Branche der Erneuerbaren Energie protestiert gegen Greenpeace

Berlin - Vertreter der Branche der Erneuerbaren Energie haben am vergangenen Donnerstag gegen Greenpeace mit einem ölverschmierten Transparent, das in Erdölfässern steckt, protestiert. Die Demonstration fand damit im Vorfeld einer Diskussionsveranstaltung, bei der sich Greenpeace zusammen mit dem Mineralölwirtschaftsverband, dem ADAC und "Brot für die Welt" gegen Biokraftstoffe ausgesprochen haben, statt.

Nachdem sämtliche Ansätze für eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs wie die Umstellung der KfZ-Steuer oder der 120 Gramm-Grenzwert fehlgeschlagen seien, läuft die Strategie von Greenpeace nach Ansicht des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE) und dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VBD) darauf hinaus, dass in den kommenden zehn bis 15 Jahren noch mehr fossile Kraftstoffe genutzt werden. "Wir müssen jedoch die vorhandenen Alternativen zu fossilem Diesel und Benzin nutzen, um die endlichen Erdölreserven zu schonen. Dafür stehen im Verkehrsbereich kurz- und mittelfristig nur Biokraftstoffe als erneuerbare Energie zur Verfügung, der Appell zu sparen alleine reicht nicht", so BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann. Greenpeace wende sich direkt gegen eine wichtige Säule der erneuerbaren Energien, so Klusmann weiter. Es sei ihm unverständlich, dass diese populistische Strategie gemeinsam mit der Mineralölwirtschaft fortgeführt wird.

BEE: Politik und Umweltverbände verlieren Bewertungsmaßstab
Sollte die Greenpeace-Strategie umgesetzt werden, käme es bis zum Jahr 2020 und darüber hinaus zu einer deutlichen Steigerung der Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich, sagte auch VDB-Geschäftsführer Johannes Lackmann. Die aufgrund der steigenden Nachfrage auszubauenden Erdölkapazitäten hätten noch mehr Ölbohrungen auch in sensiblen Ökosystemen zur Folge. Aus Sicht von Johannes Lackmann hätten Teile der Politik und viele Umweltverbände jeden vernünftigen Maßstab in der Bewertung von Biokraftstoffen gegenüber fossilen Energien verloren.

Q: IWR.de, 22.09.2008

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