11 Juni 2010

EU-Kommission führt Zertifikat für nachhaltige Biokraftstoffe ein

Die Europäische Kommission will zum Nachweis der Nachhaltigkeit von Biotreibstoffen und Pflanzenölen beim Anbau und in der Herstellung ein Zertifizierungssystem für Biotreibstoffe und Pflanzenöle einführen. In einem Maßnahmenpaket hat sie dazu konkretisiert, welche Anforderungen die Systeme erfüllen müssen, um von der Kommission anerkannt zu werden. Nur Treibstoffe und Öle, die diesem Zertifizierungssystem genügen können in Deutschland künftig auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden oder nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden.

Eines der Hauptkriterien des Zertifizierungssystems ist, dass unabhängige Prüfer die gesamte Herstellungskette vom Landwirt und von der Mühle über den Händler bis zum Kraftstofflieferanten, der die Tankstellen mit Otto- oder Dieselkraftstoff beliefert, überprüfen. Des Weiteren sollen Biotreibstoffe nicht aus Rohstoffen hergestellt werden, die aus tropischen Wäldern oder von vor kurzem entwaldeten Flächen, entwässerten Torfmooren, Feuchtgebieten oder Flächen mit großer biologischer Vielfalt stammen. Nur Biokraftstoffe mit hoher Treibhausgaseinsparung von mindestens 35 Prozent gegenüber dem fossilen Kraftstoff sollen gefördert werden.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen begrüßt den Schritt der Kommission: "Die Nutzung von Biomasse ist ein zentraler Bestandteil des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Nur wenn wir Biomasse verstärkt als Energieträger nutzen, werden wir in Europa die Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien erreichen. Ich begrüße deshalb außerordentlich, dass Energiekommissar Oettinger heute Kriterien zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse vorgelegt hat, anhand derer die Zertifizierung nun europaweit harmonisiert werden soll", so Röttgen.

Quelle: iwr.de, 11.06.2010

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02 Mai 2009

Deutschland verpasst den Anschluss

Jahrelang bemühte sich das kanadische Unternehmen Iogen vergeblich, Kraftstoffe für Autos aus Stroh und anderen nachwachsenden Rohstoffen herzustellen. Doch nun wendet sich das Blatt. Für das scheinbare Wunder sorgen Hefestämme, die normalerweise zum Brauen von Bier eingesetzt werden. Diese können 3 Arten von Zucker umwandeln, so auch Xylose und Arabinose – Zuckersorten, die in Holz und Pflanzenabfällen vorkommen. Damit steigt die Menge Ethanol, die aus einer Gewichtseinheit Biomasse gewonnen werden kann, um durchschnittlich 40 Prozent.

„Deutschland verschläft da wieder was“, klagt Gunter Festel, der gemeinsam mit Boles im schweizerischen Zug das Unternehmen Butelco gegründet hat, um die Hefen zur Serienreife zu bringen.

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09 Februar 2009

Warum Biosprit die Zukunft gehört

Ende des Ölzeitalters, Angst ums Klima - bis 2050 muss pflanzlicher Kraftstoff zum Standard an der Tankstelle werden, bekräftigt Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Bundesumweltministerium. Im Interview mit manager-magazin.de erklärt er Biomasse sogar zum zukünftigen "Rückgrat der Industriegesellschaften".

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09 Dezember 2008

Umweltfreundliche Agrotreibstoffe

Brasilien sei Weltmeister in der Nutzung von erneuerbaren Energien. Biomasse und Wasserkraft deckten rund 46 Prozent des nationalen Energieverbrauchs ab. Und seit diesem Jahr fahren erstmals in der Geschichte Brasiliens mehr Autos mit Alkohol aus heimischem Zuckerrohr als mit Benzin. Das sei ein Erfolg des 1975 gestarteten Pro-Alkoholprogramms.

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