10 November 2010

Österreich erhöht Bio-Anteil im Benzin

Künftig soll der Treibstoff in Österreich noch mehr Bio-Anteile haben, das sieht ein Verordnungsentwurf vor, der sich in Begutachtung befindet. Ab 2012 soll Superbenzin fast doppelt so viel Bio-Ethanol beigefügt sein als jetzt.

Derzeit muss beim Superbenzin der Anteil an Biotreibstoff 3,4 Prozent sein, beim Diesel sieben Prozent. Ab 2012 soll der Anteil an Bio-Ethanol im Superbenzin deutlich auf 6,1 Prozent angehoben werden, der Bio-Anteil im Diesel leicht sinken.

Das Bio-Ethanol, das dem Superbenzin beigemengt wird, kommt z. B. aus der Anlage in Pischelsdorf (Bezirk Tulln). Mit der in Österreich benötigten Menge wird derzeit die Hälfte der Kapazität der Anlage ausgelastet, also etwa 100.000 von 200.000 Tonnen pro Jahr. Die andere Hälfte geht in den Export.

Kommt die Verordnung, wird praktisch der gesamte Österreich-Anteil in Pischelsdorf erzeugt, deswegen muss aber nicht ausgebaut werden.

Eine Preissteigerung beim Treibstoff sei kein Effekt, mit dem man rechne, heißt es im Landwirtschaftsministerium.

Auszuschließen sei es aber nicht, das sei eine Frage der Weltmarktpreise der jeweiligen Treibstoffarten. Im Jahr 2017 soll der Bio-Anteil am Sprit dann noch einmal erhöht werden.

Quelle: ORF.at, 10.11.2010

Weitere Informationen über die Beimischung von Ethanol zum Benzin finden Sie auf www.e85.biz.

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14 Oktober 2010

USA lassen höheren Bio-Anteil an Benzin zu

Tankstellen in den USA dürfen dem Benzin an ihren Zapfsäulen künftig mehr Bio-Treibstoffe untermischen. Die US-Umweltbehörde EPA setzte am Mittwoch die zulässige Obergrenze für den Bioethanol-Anteil in Benzin von zehn auf 15 Prozent hinauf. Ausführliche Tests hätten ergeben, dass der höhere Bio-Anteil am Treibstoff neueren Fahrzeugen der Baujahre ab 2007 keinerlei Schaden zufüge, teilte die EPA in Washington mit. Derzeit werde noch untersucht, ob das neue Treibstoffgemisch auch für Fahrzeuge der Baujahre ab 2001 empfohlen werden könne.

Quelle: stern.de, 14.10.2010

Weitere Informationen über alle Bioethanol-Kraftstoffe finden Sie auf www.e85.biz.

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22 Juli 2010

Süd-Chemie will Großanlage für Bioethanol-Produktion errichten

Die Süd-Chemie AG, ein Spezialchemieunternehmen für Katalysatoren und Adsorbentien, will eine Großanlage zur Biotreibstoffproduktion errichten. Diese soll die bislang größte Anlage zur biotechnologischen Herstellung von Bioethanol der zweiten Generation, sogenanntem Cellulose-Ethanol, in Deutschland werden. Das Gesamtvorhaben mit einem Volumen von insgesamt rund 28 Mio. Euro umfasst nach Unternehmensangaben Investitionen in Höhe von rund 16 Mio. Euro und begleitende Forschungsvorhaben in Höhe von knapp 12 Mio. Euro. Diese und weitere im Zusammenhang mit dem Projekt stehende Forschungsvorhaben werden von der Bayerischen Staatsregierung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit jeweils rund 5 Mio. Euro unterstützt. Die Demonstrationsgroßanlage soll ab Ende 2011 jährlich bis zu 2.000 Tonnen des Kraftstoffs Bioethanol aus Agrarreststoffen, wie etwa Getreidestroh, herstellen.

Die Demonstrationsanlage der Süd-Chemie am Standort Straubing soll im verkleinerten Industriemaßstab den kompletten integrierten Herstellungsprozess abbilden, um zellulosehaltige Pflanzenbestandteile in Bioethanol umzuwandeln.

Quelle: IWR.de, 21.07.2010

Weitere Informationen über Bioethanol finden Sie auf www.e85.biz.

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11 Juni 2010

EU-Kommission führt Zertifikat für nachhaltige Biokraftstoffe ein

Die Europäische Kommission will zum Nachweis der Nachhaltigkeit von Biotreibstoffen und Pflanzenölen beim Anbau und in der Herstellung ein Zertifizierungssystem für Biotreibstoffe und Pflanzenöle einführen. In einem Maßnahmenpaket hat sie dazu konkretisiert, welche Anforderungen die Systeme erfüllen müssen, um von der Kommission anerkannt zu werden. Nur Treibstoffe und Öle, die diesem Zertifizierungssystem genügen können in Deutschland künftig auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden oder nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden.

Eines der Hauptkriterien des Zertifizierungssystems ist, dass unabhängige Prüfer die gesamte Herstellungskette vom Landwirt und von der Mühle über den Händler bis zum Kraftstofflieferanten, der die Tankstellen mit Otto- oder Dieselkraftstoff beliefert, überprüfen. Des Weiteren sollen Biotreibstoffe nicht aus Rohstoffen hergestellt werden, die aus tropischen Wäldern oder von vor kurzem entwaldeten Flächen, entwässerten Torfmooren, Feuchtgebieten oder Flächen mit großer biologischer Vielfalt stammen. Nur Biokraftstoffe mit hoher Treibhausgaseinsparung von mindestens 35 Prozent gegenüber dem fossilen Kraftstoff sollen gefördert werden.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen begrüßt den Schritt der Kommission: "Die Nutzung von Biomasse ist ein zentraler Bestandteil des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Nur wenn wir Biomasse verstärkt als Energieträger nutzen, werden wir in Europa die Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien erreichen. Ich begrüße deshalb außerordentlich, dass Energiekommissar Oettinger heute Kriterien zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse vorgelegt hat, anhand derer die Zertifizierung nun europaweit harmonisiert werden soll", so Röttgen.

Quelle: iwr.de, 11.06.2010

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11 Januar 2010

Dakar 2010: Erstes Ethanol-Rallyauto bewährt sich in den Anden

Können Sie sich noch an den Brasilianer Klever Kolberg und seinen besonderen Mitsubishi Pajero Sport erinnern (wir berichteten vor der Rally)? Der ehemals von einem Erdölkonzern gesponserte brasilianische "Nationalheld" und Dakar-Veteran Kolberg wollte in diesem Jahr etwas Neues: Den ersten Einsatz eines Rallyfahrzeuges mit umweltfreundlichem Ethanol-/Alkoholantrieb. Eine besondere Herausforderung war und ist der Aufbau einer eigenen Spritversorgung.

Bisher lief der speziell umgebaute Pajero Sport bestens - selbst auf der gestrigen 670-Kilometer Etappe, bei der erneut extreme Höhen und Temperaturunterschiede bewältigt wurden. "Wir standen auf 4.000 Meter bei intersiver Kälte" berichtet Kolberg, "Motor und Treibstoff spielten ihre Rolle sehr gut, keine Aussetzer, nichts."

Der nachwachsende Biotreibstoff Ethanol wird in Brasilien aus Zuckerrohr gewonnen und ist eine der meist-verbreitesten Antriebsarten in Brasilien. Auch in Europa ist Ethanol an einigen Tankstellen erhältlich und kann von nahezu jedem Benziner problemlos im Misch-Verhältnis (Hersteller fragen), oder nach einem kleinen Umbau im reinen Ethanol-Betrieb gefahren werden.

Quelle: Marathonrally.com, 11.01.2010

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25 Februar 2009

Zwei-Liter-Auto bald realisierbar

Vergangenes Jahr ist Ethanol als Beimischung zu Benzin und Superbenzin aus technischen Gründen ins Gerede kommen. Deutschland hat daraufhin die für 2009 geplante Beimischung von zehn Prozent zurückgezogen. Österreich peilt jedoch weiterhin die Zehn-Prozent-Marke bei Biotreibstoffen an.

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30 Januar 2009

Bentley rüstet um

In Genf wird Bentley sein bislang stärkstes Straßenfahrzeug vorstellen. Der Name lautet, "Extreme“. Wie schnell? Wie stark? Wieviel? Wir wissen es noch nicht.
Und der Antrieb ist E85-tauglich. Der Luxushersteller aus Crewe setzt auf Bio-Treibstoff. Man verweist auf den Erfolg der Biosprit-Industrie in Brasilien und die Auswirkungen auf den Abgasausstoß.

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21 April 2008

Biotreibstoff - bejubelt und verfemt

Im Onlineportal des Handelsblattes erschien heute ein interessanter Kommentar von Alexander Busch:

"Biotreibstoff - bejubelt und verfemt"

Q: handelsblatt.com, 21.04.2008

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