22 Februar 2011

E10: Zweifel an Testergebnissen von AUTO BILD

Kein nennenswerter Mehrverbrauch durch E10:
Zweifel an Testergebnissen von AUTO BILD

Die Zeitschrift AUTO BILD berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über Versuchsfahrten mit dem neuen Ottokraftstoff E10. Demnach soll der Benzinverbrauch durch E10 um bis zu 5 Prozent steigen. Aus technischen Gründen können diese Verbrauchunterschiede jedoch nicht durch die Verwendung von E10 verursacht worden sein. Ein Mehrverbrauch von 5 Prozent gegenüber Super ist durch den niedrigeren Energiegehalt von E10 nicht erklärbar. Vermutlich sind unterschiedliche Bedingungen bei den Versuchsfahrten, etwa Abweichungen in der Fahrweise oder vom Bioethanolgehalt unabhängige Kraftstoffunterschiede, Grund der festgestellten Verbrauchsunterschiede.

Mehrverbrauch von E10 höchstens 1,9%
Das zu E10 beigemischte Bioethanol hat zwar einen niedrigeren Energiegehalt als Benzin. Einen erheblichen Mehrverbrauch bewirkt E10 jedoch nicht, wie wissenschaftliche Studien belegen: „Wegen des maximal bis zu 1,9 Prozent geringeren Energiegehaltes von E10 gegenüber herkömmlichem Super sind die 5 Prozent Mehrverbrauch, von denen AUTO BILD berichtet, ausgeschlossen. Allenfalls möglich sind maximal 1,9 Prozent Mehrverbrauch“, erklärt Prof. Dr. Bernhard Geringer von der TU Wien. Prof. Geringer betont außerdem, dass aussagekräftige Verbrauchswerte nicht mit einfachen Versuchsfahrten ermittelt werden können. Dafür seien wissenschaftlich klar definierte Messmethoden notwendig.

Energiesteuer für Kraftstoffe
Um unterschiedliche Energiegehalte bei Kraftstoffen auszugleichen, regt die deutsche Bioethanolwirtschaft eine Umstellung der Kraftstoffsteuer an: „Die Höhe der Steuer, die für einen Kraftstoff bezahlt werden muss, sollte sich nach dem Energiegehalt richten, anstatt wie bislang nur nach dem Volumen. Nur so können steuerliche Ungerechtigkeiten wegen unterschiedlicher Energiegehalte vermieden werden“, so Dietrich Klein, Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft.

Weitere Informationen rund um E10
Die neue Benzinsorte E10 mit 10 Prozent Bioethanolanteil wird aus Gründen des Klimaschutzes und der Versorgungssicherheit im ersten Quartal des Jahres an deutschen Tankstellen angeboten.

Quelle: Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe, 21.02.2011

Alle wichtigen Informationen und Links zum Thema E10 haben wir für Sie auf e85.biz gesammelt.

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04 Januar 2011

Nachhaltigkeitsvorschriften für Bioethanol in Kraft getreten

Seit dem Jahreswechsel gelten die Nachhaltigkeitsvorschriften der Erneuerbare Energien-Richtlinie für Biokraftstoffe. Somit darf ab sofort nur noch Bioethanol mit einem amtlich kontrollierten Nachhaltigkeitszertifikat zu Benzin beigemischt werden. Alle deutschen Bioethanol-Anlagen erfüllen die Nachhaltigkeitsanforderungen.

Hersteller sind vorbereitet

„Die deutsche Bioethanolwirtschaft befürwortet die Nachhaltigkeitsanforderungen, die sicherstellen, dass Bioethanol unabhängig von seiner Herkunft einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, erklärt BDBe-Geschäftsführer Dietrich Klein anlässlich des In-Kraft-Tretens der Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe zum Jahreswechsel. „Die Hersteller sind vorbereitet: Alle großen deutschen Bioethanolanlagen haben die Audits abgeschlossen und liefern bereits zertifiziert nachhaltiges Bioethanol.“

Regenwaldschutz und CO2-Reduktion

Die EU-Nachhaltigkeitsvorschriften stellen sicher, dass nur solches Bioethanol zum Einsatz kommt, das die Treibhausgasemissionen erheblich vermindert und nicht von ökologisch wertvollen Flächen stammt. Dies bedeutet unter anderem, dass für Bioethanol kein Regenwald gerodet werden darf und seine CO2-Emissionen mindestens um 35 Prozent geringer sein müssen als bei Benzin.

Deutsche Anlagen übertreffen EU-Vorgaben

Der BDBe weist darauf hin, dass heimisches Bioethanol schon heute in höherem Maße zum Klimaschutz beiträgt als von der EU gefordert: „Die CO2-Einsparung mit Bioethanol aus deutscher Erzeugung liegt mit ca. 50 Prozent deutlich über dem vorgeschriebenen Mindestwert. In den nächsten Jahren wird die CO2-Einsparung wegen technologischer Fortschritte in den Bioethanolanlagen auf ca. 70 Prozent steigen“, so BDBe-Geschäftsführer Klein.

EU-Richtlinie Erneuerbare Energien

Hintergrund für die Zertifizierung ist die EU-Richtlinie Erneuerbare Energien (2009/28/EG). Sie legt die Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen fest und wurde mit der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung in deutsches Recht umgesetzt. In Deutschland existieren derzeit mit REDcert und ISCC zwei von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung anerkannte Zertifizierungssysteme.

Quelle: bdbe.de, 03.01.2011

Weitere Informationen über Bioethanol finden Sie auf e85.biz.

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08 September 2010

Biokraftstoffe sind wesentlicher Baustein der Mobilität der Zukunft

Deutsche Bioethanolwirtschaft begrüßt klare Positionierung zu Biokraftstoffen im Energiekonzept der Bundesregierung:
Biokraftstoffe sind wesentlicher Baustein der Mobilität der Zukunft


In ihrem am 6. September vorgestellten Entwurf eines Energiekonzepts betont die Bundesregierung die Bedeutung von Biokraftstoffen für die Mobilität der Zukunft und spricht sich für eine höhere Beimischung von Bioethanol zu Benzin aus. Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe begrüßt die klare Positionierung der Bundesregierung zu Biokraftstoffen: „Das Energiekonzept macht deutlich, dass Versorgungssicherheit, Klima- und Umweltschutz sowie Wirtschaftlichkeit im Verkehr auch langfristig nur mit mehr Biokraftstoffen erreichbar sind. Bioethanol wird in höheren Beimischungen, beispielsweise als E20, wesentlich dazu beitragen, dass wir in Zukunft Nachhaltigkeit und Mobilität verbinden können“, so BDBe-Vorsitzender MdB Norbert Schindler.

CO2-Vermeidungspotenzial ausschöpfen

Die Ankündigung der Bundesregierung, die Umstellung des Biokraftstoffquotensystems auf CO2-Vermeidungsquoten vorzuziehen, bewertet der BDBe als einen wichtigen Schritt, um das CO2-Vermeidungspotenzial von Biokraftstoffen voll auszuschöpfen. Die deutsche Biokraftstoffwirtschaft hat dies bereits im März dieses Jahres in einem gemeinsamen Memorandum gefordert.

Biokraftstoffe leisten wesentlichen Beitrag für 10%-Ziel

Der BDBe unterstützt die im Energiekonzept angekündigte Förderinitiative für die Weiterentwicklung von Biokraftstoffen. Technologien zur Erzeugung beispielsweise von Bioethanol aus Reststoffen befinden sich in der Entwicklungsphase, sind derzeit aber noch nicht marktreif. Die bereits heute verfügbaren Biokraftstoffe wie Bioethanol aus Getreide und Zuckerrüben erfüllen die EU-Nachhaltigkeitskriterien und werden den wesentlichen Beitrag leisten, um das EU-Ziel von mindestens 10 Prozent erneuerbaren Energien im Verkehr bis 2020 zu erreichen.

Quelle: BDBe.de, 08.09.2010

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06 August 2010

Bioethanol behauptet sich EU-weit als alternativer Kraftstoff

Auch im vergangenen Jahr sind Produktion und Verbrauch von Bioethanol in der EU weiter gestiegen. Nach Angaben des europäischen Bioethanolverbandes ebio wurden 2009 mit 2,9 Mio. Tonnen 31 Prozent mehr des Biokraftstoffs hergestellt als im Vorjahr, der Verbrauch stieg um 23 Prozent auf 3,8 Mio. Tonnen.

Wichtigster Bioethanolproduzent ist nach wie vor Frankreich mit 0,98 Mio. Tonnen. Deutschland belegt Platz 2 vor Spanien und Österreich; die Alpenrepublik holt kräftig auf und hat ihre Bioethanolproduktion innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.

EU-weit wurde 2009 nirgends mehr klimaschonendes Bioethanol getankt als in Deutschland. 0,9 Mio. Tonnen wurden dort verbraucht, in erster Linie in Form der fünfprozentigen Beimischung zu Benzin. Im Verhältnis zum Volumen des Benzinmarktes war mit einem Verbrauch von 300.000 Tonnen allerdings Schweden Europas führende Bioethanol-Nation.

Weitere Informationen und alle Zahlen unter http://ebio.org/press_releases.php

Quelle: BDBe.de, 06.08.2010

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19 April 2010

Flächendeckende Beimischung bringt Bioethanolmarkt deutliches Plus

Berlin - Der deutsche Bioethanolmarkt ist im Jahr 2009 erneut kräftig gewachsen. Die Produktion des Biokraftstoffs stieg im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent, die Verwendung um 44 Prozent. Dies geht aus einer Analyse von Daten der Bundesanstalt für Ausfuhrkontrolle und der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein durch den Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe hervor. Für das laufende Jahr erwartet der BDBe eine weitere deutliche Steigerung der Nachfrage in Deutschland und der EU.

Im vergangenen Jahr wurden 591.000 Tonnen Bioethanol produziert, 133.000 Tonnen mehr als im Jahr 2008. Im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert ist die Verteilung der Bioethanolrohstoffe. Ein Drittel des deutschen Bioethanols wurde aus Zuckerrüben hergestellt, 65 Prozent der Produktion entfielen auf Getreide wie Weizen, Mais oder Roggen. Noch stärker als die Produktion stieg im Jahr 2009 die Verwendung von Bioethanol. 903.000 Tonnen des Biokraftstoffs wurden in Deutschland getankt, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 278.000 Tonnen.

Quelle: iwr.de, 16.04.2010

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12 Januar 2010

Bioethanol auf der Internationalen Grünen Woche 2010

Mehr drin für Teller und Trog und Tank

Auf der diesjährigen nature.tec – Fachschau Nachwachsende Rohstoffe im Rahmen der Grünen Woche Berlin (15. bis 24. Januar) zeigt die deutsche Bioethanolwirtschaft, dass sie viel mehr herstellt als Kraftstoff.

Bioethanol, der weltweit führende Biokraftstoff, wird aus stärke- und zuckerhaltigen nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Doch die Verwertung der Pflanzen endet nicht mit dem fertigen Kraftstoff: Aus den übrigen Pflanzenbestandteilen entstehen verschiedene hochwertige Nahrungs-, Futter- und Düngemittel. Bioethanol füllt also nicht nur den Tank, sondern gleichzeitig auch Trog und Teller.

Die vielfältigen Produkte der Bioethanolherstellung wie Gluten, Vinasse oder das Proteinfutter DDGS füllen die Futterkrippe am Stand des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe auf der diesjährigen nature.tec. An der Biokraftstofftankstelle in Halle 4.2, Stand 124 ist außerdem ein Audi A4 2.0 TFSI flexible fuel zu sehen – das neueste Fahrzeug zum Betrieb mit Bioethanol auf dem deutschen Markt.

Die Experten des BDBe informieren an der Biokraftstofftankstelle über die Praxis der Bioethanolherstellung sowie über Themen wie die Energie- und Klimabilanz des Biokraftstoffs. Die nature.tec – Fachschau Nachwachsende Rohstoffe findet vom 15. bis 24. Januar 2010 im Rahmen der Grünen Woche auf dem Messegelände Berlin statt.

Quelle: www.bdbe.de, 12.01.2010

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10 September 2009

Bioethanol weiter auf Wachstumskurs

Studie: Bioethanol weiter auf Wachstumskurs

Berlin - Im ersten Halbjahr 2009 ist der Bioethanolverbrauch in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61 Prozent auf 453.000 Tonnen gestiegen. Die Produktion des Biokraftstoffs aus Getreide und Zuckerrüben ist im gleichen Zeitraum um 48 Prozent auf 261.000 Tonnen gewachsen. Dies geht aus einer Analyse von Daten der Bundesanstalt für Ausfuhrkontrolle und der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein durch den Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe hervor. Deutlich bemerkbar mache sich die flächendeckende Einführung von E 5: 73 Prozent des Bioethanolverbrauchs entfallen mittlerweile auf die maximal fünfprozentige Beimischung zu Benzin. Der Anteil von Bioethanol am gesamten Ottokraftstoff sei von 2,6 Volumenprozent im Vorjahreszeitraum auf 4,3 Volumenprozent gestiegen.

Q: IWR.de, 09.09.2009

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