16 März 2009

600 saubere PS – dank Bioethanol E85

(Henstedt-Ulzburg, 12. März 2009) Erneut konnte im exklusiven Autohaus der Autodrom Handelsgesellschaft in Henstedt-Ulzburg (bei Hamburg) ein echtes Highlight gefeiert werden: Der Dodge Magnum SRT 8 mit 6,1-Liter V8-Motor, der im Originalzustand bereits 425 PS auf die Straße bringt, wurde auf ganze 600 PS hoch gezüchtet.

Ein SRT 8-Modell von Dodge oder Chrysler kostet als US-Import in Deutschland zulassungsfertig ca. 50.000 €. Eines der beliebtesten Modelle ist derzeit der Dodge Challenger SRT 8. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt, da die Serie optimal auf europäische Straßenverhältnisse abgestimmt ist. So kommen u.a. Brembo-Bremsanlagen, Bilstein-Sportfahrwerk, Sportsitze und das Chassis der W210 E-Klasse zum Einsatz.

Doch das war den norddeutschen Tunern nicht gut genug. Ziel der Henstedt-Ulzburger war es, den Motor mit Biosprit zu betreiben. Als Experten auf dem Gebiet des regenerativen Kraftstoffes Bioethanol E85 (Mischkraftstoff aus 85% Bioalkohol und 15% Benzin) wollten sie beweisen, dass der SRT 8-Motor mit Bioethanol in den Leistungsbereich von vier- bis sechsmal so teuren Fahrzeugen wie z.B. Lamborghini oder Ferrari vordringen kann.

Dieses Ziel hat Autodrom im März 2009 erreicht. Im Rahmen eines Leistungsgutachtens wurden 597 PS bei 5.170 Umdrehungen pro Minute und ca. 300 km/h gemessen. Damit darf den Porsche-Fahrern angst und bange werden.

Der Motor des Magnums wurde mit einem Kompressor, einem geänderten Ansaugtrakt, größeren Einspritzdüsen und einer speziellen Software für das Motorsteuergerät ausgestattet. Die Motorsteuerung wurde optimal auf den Biokraftstoff E85 abgestimmt und dank der Edelstahlauspuffanlage klingt der Dodge auch noch deutlich besser. Die Umbaukosten für den 6,1-Liter Hemi-Motor lagen bei ca. 15.000 EUR.

Im Preis-/Leistungsverhältnis steht der Magnum hervorragend da. Und dank des CO2-neutralen Bioethanols gehören Gewissensbisse für sportliche Fahrer auch der Vergangenheit an.

Weitere Informationen über E85, z.B. das aktuelle Tankstellenverzeichnis, sind auf www.e85.biz zu finden.

Zur Pressemitteilung auf pressrelations.de

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15 Januar 2008

Ferrari auf Bioethanol

Auch der italienische Sportwagenhersteller Ferrari hat auf der diesjährigen Detroit Motor Show eine erste Studie auf Basis eines E85-tauglichen 4,3 Liter V8-Motors vorgestellt: den Ferrari F430.

Weitere Infos: auto-motor-und-sport.de, 15.01.2008

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08 August 2007

Formel 1 fährt Entwicklung hinterher

Nach Berichten des Tagesspiegels hat sich die Indycar-Serie in den USA – eine der populärsten Rennserien – zur neuen Saison auf den Treibstoff Ethanol umgestellt.

Auf dem Oval in Brooklyn, Michigan, wird ein blaugrünes „e“ die Boliden und Fahrerhelme zieren: „e“ wie „ecology“ und „e“ wie „ethanol“. Mit dem Werbeslogan „Wenn unsere 650-PS-Maschinen mit Ethanol laufen, kann es auch dein Auto“ fordert die Indycar-Webseite alle Motorsportfans auf, privat ebenfalls umzusteigen.

Auch Max Mosley schwebt ein solches Szenario vor. Der Präsident des Automobil-Weltverbandes (FIA) möchte die Formel 1 gern grüner machen. Doch Veränderungen in seinem Machtbereich sind aufgrund der geballten Anhäufung von Eigeninteressen und Konzerninteressen nicht so leicht durchsetzbar wie in den USA. Auf dem Benzinsektor stehen Mosley etwa Shell, BP, Exxon oder Petrobras gegenüber. Lisa Lilley, Technischer Manager des Ferrari-Zulieferers Shell, bezeichnet den Trend zu Biosprit vorsichtig als „Schritt in die richtige Richtung“. Ab 2008 muss auch Formel-1-Benzin Ethanol enthalten, allerdings nur 5,75 Prozent. „Wir werden weiterhin mit Lobbyarbeit versuchen, die Entwicklung auf dem Benzinsektor in unserem Sinne zu gestalten“

Nach Bill Newman, Vizepräsident für Gesundheit und Sicherheit bei Renova-Energie, deren Filiale Wyoming Ethanol in Torrington die Indycars mit dem Biosprit beliefert, geht die Entwicklung ganz klar Richtung Ethanol. „Rennsiege sind die beste Reklame“. Der Chef dieser Filiale, Dan Schwartzkopf, ist selbst ein Rennfahrer. Schwartzkopf ist 1994 ins Ethanolgeschäft eingestiegen, lange bevor steigende Ölpreise und die Sorge um die Versorgungssicherheit aus der arabischen Welt auch die USA zum Umdenken gebracht und in den jüngsten Jahren einen Ethanol-Boom ausgelöst haben. „Nur in der Verbindung mit Umweltbewusstsein hat der Rennsport Zukunft“, sagt Schwartzkopf.

Die Formel 1 hat sich noch nicht dazu durchringen können. „Die Formel 1 sollte der Anführer in dieser Hinsicht sein.“, sagte Lisa Lilley. Momentan fährt sie aber den Indycars deutlich hinterher.

Quelle: www.tagesspiegel.de vom 04.08.2007

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